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***Transformers - The Last Knight***

 
tf5 kritik
 
Autor: Walter Hummer
 
Der neueste Streich der Transformers hat 270 Millionen Dollar gekostet. 270.000.000 $. Wir wollen diese Summe mal in die richtige Perspektive rücken: Für das Geld hätte man fast dreimal „Alien Covenant“ drehen können, einen Film in dem auch Roboter und Aliens vorkommen, aber eben keine Roboteraliens.
 
Mit dem Budget hätte man mehr als zweimal „Jason Bourne“ drehen können. In dem Film wird auch dauernd geschlagen und geschossen, aber nur unter Menschen.
 
Man hätte für diese Summe auch knapp 10 mal „Florence Foster Jenkins“ drehen können. In dem Film geht es auch um eine Heldin, die nicht schnallt, was um sie herum vorgeht. Aber die wird wenigstens von Meryl Streep gespielt.
 
Gareth Edwards hätte dafür 540 mal „Monsters“ drehen können. In diesem unterschätzen Film von 2010 geht es auch um eine Alieninvasion. Bloß dass dieser Film sowohl Herz als auch Hirn hat. Und man hätte für diese Summe auch ungefähr zweieinhalb mal „Hangover 3“ machen können. Das ist ebenfalls eine Fortsetzung, die vor allem für Fans gemacht wurde.
 
 
Ja, so warn’s, die alten Rittersleut… (Achtung: Spoiler!)
 
Am Anfang des Films sehen wir, wie Feuerbälle hinter dem Paramount-Logo hervorgeschossen kommen. Und schon sind wir mitten drin der Schlacht. König Artus und die Ritter der Tafelrunde kämpfen gegen …. pfh …. schwer zu sagen, ist aber auch egal. Wichtiger ist, dass Stanley Tucci den besoffenen Magier Merlin spielt. Stanley Tucci in Blockbustern für komödiantische Einlagen zu besetzen, ist ja immer eine gute Idee („The Core“, „Hunger Games“, …).
 
Dieser Merlin kennt zufällig ein paar Transformer, die bereits im frühen Mittelalter auf der Erde gelebt haben. So kann der dreiköpfige Drachentransformer (oder ist es eher ein Transformerdrache?) in die Schlacht eingreifen und helfen die bösen ... wer waren die nochmal … naja, … die Bösen zu besiegen. Die Zeiten ändern sich …. In der Gegenwart müssen sich die guten Autobots vor dem US-Militär verstecken. Dabei hilft ihnen Mark Wahlberg und ein zwölfjähriges Mädchen. Optimus Prime ist inzwischen auf dem Weg zu seinem Heimatplaneten. Als er sieht, wie zerstört seine Welt ist, verfällt er dem Wahnsinn, obwohl er selbst uns doch in Teil 1 erklärt hat, wie seine Welt zerstört wurde.
 
Zusammen mit der bösen Transformerhexe Quintessa zieht er dann die Trümmer seines Planten Richtung Erde, um seine Heimatwelt mit Hilfe unserer Welt irgendwie wieder zu kitten. Dass unsere Welt dabei draufgehen würde, stört ihn nicht. Währenddessen rekrutiert die US-Regierung eine Gruppe von bösen Decepticons um die guten Autobots zu jagen.
 
Offensichtlich hat keiner der Entscheidungsträger einen der ersten vier Filme gesehen, sonst wüssten sie, was für eine dumme Idee das ist. Wir lernen Laura Haddock als Oxford-Professorin kennen. Und irgendwann taucht dann noch Anthony Hopkins als englischer Adeliger auf, um uns wortreich ein Geheimnis zu verraten, das viele Jahrhunderte bewahrt wurde. Nach vielen Kämpfen zwischen Militär, Decepticons und Autobots kommt es am Schluss zur großen Entscheidungsschlacht zwischen Militär, Autobots und Decepticons.
 
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Von Robotern und Menschen
 
Mark Wahlberg spielt wieder Cade Yeager. Wahlberg hat in anderen Filmen gezeigt, dass er ein effektiver Schauspieler sein kann. Hier muss er viel laufen. Und er muss viel schreien. Sir Anthony Hopkins ist natürlich eine Legende. Aber nach verschiedenen Thor-Filmen, „Red 2“, „Noah“ und einigen Filmen die bei uns nur auf DVD erschienen sind, wünscht man sich, er würde seine Projekte wieder mal nach dem Drehbuch aussuchen und nicht nach der Gage. Laura Haddock (zuletzt Starlords Mutter in „Guardians oft he Galaxy“) spielt Vivian Wembley, eine Oxford-Professorin, -Doktorin und nochmal –Professorin, die sich in der ersten Hälfte des Films wie eine sehr teure Domina kleidet und später sowohl in einem U-Boot aus dem zweiten Weltkrieg als auch in einem Hubschrauber der US-Army immer Klamotten findet, die für sie maßgeschneidert wurden.
 
Josh Duhamel lässt als Colonel Lennox seine Truppen immer wieder auf Transformers schiessen, obwohl er zu Anfang des ersten Films bereits festgestellt hat, dass herkömmliche, irdische Waffen gegen die Roboter nichts ausrichten können. Sonst hat er nichts zu tun. Optimus Prime will erst die Erde zerstören, um seine Welt zu retten. Nachdem Mark Wahlberg ihn anschreit, ändert sich aber die Farbe seiner Augen wieder und er ist wieder einer von den Guten. Bumblebee ist jetzt ein neuerer Camaro, kann aber immer noch nicht richtig sprechen.
 
Hot Rod, einer der neuen Transformers, hat einen französischen Akzent, nachdem er ein alter Citroen DS war. Im weiteren Verlauf des Films wird er ein neuer Lamborghini, behält aber den französischen Akzent.
 
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Fazit: Money can’t buy me love
 
Bei einem Budget von 270 Millionen Dollar war zu erwarten, dass die Marketingleute bei der Gestaltung des Films mitreden. Hier haben sie sogar das Drehbuch geschrieben. Zu Anfang haben wir eine Gruppe von Kindern, die unbehelligt in militärisches Sperrgebiet eindringt und es wieder verläßt, wie einst Enid Blytons „Fünf Freunde“.
 
Das trägt war nichts zur Handlung bei, aber wer bitteschön kauft denn „Transformers-„Spielzeug? Die weiblichen Zuseher bekommen Mark Wahlberg mit halblangem Haar. Die männlichen Zuschauer bekommen die sehr aparte Laura Haddock. Es gibt eine Portion Ritterspiele, dazwischen eine kleine Prise böse Nazis.
 
Und zum Drüberstreuen liefert Sir Anthony Hopkins noch ein bisschen „Da-Vinci-Code“. Das alles wird serviert mit jeder Menge computergenerierter Effekte und in 3D. So ist für fast jeden fast alles dabei. Nur Herz und Hirn findet man recht wenig.

 
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