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***Office Christmas Party***

ocp kritik
 
Autorin: Simone Michel
 
Einen wunderschönen Weihnachtsfilm für die ganze Familie präsentiert uns Constantin Film in der Vorweihnachtszeit… Ja, okay, vielleicht nicht ganz. „Office Christmas Party“ ist eine Weihnachtskomödie mit „Hangover“-Ambitionen, die den schönsten Feiertag im Jahr aus einer eher feucht-fröhlichen Perspektive zeigt.
 
Josh Parker (Jason Bateman) ist frisch geschieden und widmet nun seine volle Aufmerksamkeit seinem Job als technischer Leiter bei Zanotek in Chicago. Genau zum richtigen Zeitpunkt, denn die Firma und sein Chef brauchen ihn genau jetzt mehr denn je.
 
Geführt wird die Geschäftsstelle von Clay Vanstone (T.J. Miller), der die Firma von seinem Vater geerbt hat. Ganz zum Leidwesen seiner großen Schwester Carol (Jennifer Aniston), die als CEO von Zanotek fungiert und nichts lieber tun würde als die Zweigstelle in Chicago zu schließen. Sie hält nichts vom lockeren Umgang ihres verhaltensauffälligen Bruders mit seiner Belegschaft. Carol führt Clay vor Augen, dass die Chicagoer Geschäftsstelle rote Zahlen schreibt und er als Leiter versagt hat.
 
Sie stellt ihm ein Ultimatum: Er soll bis kurz vor Weihnachten den letzten großen Kunden an Land ziehen oder die Zweigstelle wird sofort geschlossen und alle Angestellten fristlos entlassen. Jetzt muss Clay sich voll auf den Klienten konzentrieren und, laut Carol, die bereits geplante, kostspielige Firmen-Weihnachtsfeier umgehend auf Eis legen. Doch Clay sieht diese insgeheim als seine Chance, um den Kunden von seinem Unternehmen zu überzeugen…
 
 
Stille Nacht, heilige Nacht?
 
Wohl kaum. Plakate und Trailer zu „Office Christmas Party“ lassen schon vermuten, dass es sich dabei nicht um eine klassische Weihnachtskomödie handelt. Lasst uns froh und munter sein, bekommt durch „Office Christmas Party“ jedenfalls eine ganz neue Bedeutung.
 
Der Film macht „Hangover“ ordentlich Konkurrenz, verharrt aber die meiste Zeit genau in dem einen, titelgebenden Setting: dem Büro. Hier fehlt es der Komödie ein wenig an Freiraum. Doch die Macher haben sich alle Mühe gegeben, um dieses mit spektakulären, witzigen Details zu versehen, welche die „Office Christmas Party“ zu einer epischen Feier mutieren lassen, die so manchem Zuschauer im Gedächtnis bleiben wird.
 
Im Prinzip könnte der Film dabei aber auch ganz ohne den weihnachtlichen Anteil auskommen und auf einer „normalen“ Firmenfeier aufbauen. Weihnachtliche Gefühle kommen bei diesem Film nämlich nicht auf. Als Weihnachtsfeier beschert die Komödie allerdings einige lustige Momente, die es sonst nicht geben würde, wie zum Beispiel ein echtes Baby für das Krippenspiel oder Rentiere, die aus der Firmentoilette trinken.
 
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Oh, du fröhliche Besetzung
 
Um Hauptcharakter Josh dreht sich die komplette Story. Der von Jason Bateman verkörperte Angestellte, bildet den Ruhepol der „Office Christmas Party“. Er ist eine der seltenen Figuren im Film, die mehr oder weniger „normal“ wirken. Josh scheint bei allem den Durchblick zu behalten und steht seinem Boss und Kumpel Clay bei der schwierigen Aufgabe zur Seite, die Firma mit einem perfiden Plan zu retten.
 
Ein eher zurückhaltender Charakter also, der dem Publikum aber die notwendige Identifikationsfläche bietet unter den sonst eher durchgeknallten Charakteren. Heimlicher Star der Komödie ist aber Jennifer Aniston als die böse Schwester, die Clay das Leben schwer macht. Die Rolle der zickigen Geschäftsfrau Carol meistert die Schauspielerin ausgezeichnet. Sie bildet den Gegenpol zu ihrem verhaltensauffälligen Bruder, der sich vielmehr wie ein Teenager verhält. Der Chef der Zanotek-Geschäftsstelle wird von Comedian T.J. Miller verkörpert.
 
Auch wenn seine Rolle darin eher klein war, so ist er bereits als Weasel im Marvel-Film „Deadpool“ aufgefallen – der Bar-Besitzer und Kumpel von Wade. Hier hat Miller spätestens bewiesen, dass er seine Figuren mit viel Charme und Humor ausstattet. Als Clay Vanstone bekommt er in „Office Christmas Party“ nun die Chance dies auch in einer größeren Rolle zu zeigen – und zwar sehr erfolgreich.
 
Olivia Munn, alias IT-Managerin Tracey, bildet neben Bateman einen der bodenständigen Charaktere im Film. Die schöne Schauspielerin ist vor allem bekannt aus „X-Men: Apocalypse“, wo sie als Psylocke der dunklen Seite dient. In „Office Christmas Party“ versucht sie zusammen mit Josh und Clay hingegen die Firma zu retten, dessen technisches Gehirn sie darstellt. Zwar mag man ihr den IT-Nerd nicht so ganz abnehmen, das stört hinsichtlich der überspitzten Handlung jedoch kaum.
 

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Zwei der witzigsten Nebenfiguren im Film sind Personalchefin Mary, gespielt von Kate McKinnon, und Schurkin Trina, deren Rolle Jillian Bell übernimmt. McKinnon hatte im aktuellen „Ghostbusters“-Film als weibliche Geisterjägerin ihren internationalen Durchbruch. Darin bewies sie bereits jede Menge Humor, dem sie nun als Mary die Krone aufsetzt.
 
Die kontrollsüchtige Personalchefin mit dem nervösen Magen ist wohl die lustigste Figur in „Office Christmas Party“. Jillian Bell hat bereits in „22 Jump Street“ die Böse gespielt, welche zwar äußerlich ganz unschuldig wirkt, aber im nächsten Augenblick mit einer Waffe herumfuchtelt. Eine vergleichbare Rolle hat sie auch in dieser Komödie. Kein Wunder, denn die Mischung aus unschuldigem Mädchen und skrupelloser Verbrecherin spielt Bell mit reichlich Humor.
 
Fazit
 
So mancher wünscht sich wahrscheinlich einen Boss wie Clay, da er eine Chefin wie Carol hat. Der eine oder andere Charakter dürfte zumindest im Ansatz an die eigene Bürowelt erinnern. Nach dem Film freut man sich in jedem Fall auf die eigene Firmen-Weihnachtsfeier, auch wenn diese im Vergleich wohl eher harmlos ausfallen wird, was vermutlich auch besser so ist… "
 
Wer sich eine weihnachtliche Komödie wünscht, die er zusammen mit der ganzen Familie genießen will, sollte sich aber nicht in „Office Christmas Party“ trauen. Für Kinder sowie Freunde des subtilen Humors und klassischen Weihnachtsfilmen ist diese Komödie nicht wirklich geeignet. Wer sich hingegen einen Film in „Hangover“-Manier mit einer lustig-leichten Story, vielen Gags und übertriebenen Charakteren vorstellen kann, der sollte sich den Kinobesuch nicht entgehen lassen. Lacher sind hier garantiert!
 
 
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