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***Mother!***

 
mother kritik
 
Autor: Max Wrede
 
Provokant! Brutal! Verstörend! Diese Adjektive beschreiben das neue Werk von Aaron Daronofsky („Black Swan“) wohl am besten! Für seinen Psycho-Horror-Thriller konnte der als Grenzen sprengende bekannte Regisseur aber trotzdem eine beachtliche Anzahl hochkarätiger Hollywood-Größen verpflichten.
 
In den Hauptrollen dürfen wir uns nämlich auf Jennifer Lawrence, Javier Bardem, Ed Harris und sogar Michelle Pfeiffer freuen. Wobei das Gefühl der Freude über den Cast wohl nur zu Beginn des Kinoabends vorherrschen dürfte. Denn im Verlauf der 120 Minuten wird sich das Wiedersehen wohl aufgrund der drastischen Bildsprache garantiert bei jedem in blankes Entsetzen verwandeln.
 
Die Ruhe vor dem Bösen
 
Dabei beginnt zunächst alles ganz harmlos. Ein Dichter zieht mit seiner Ehefrau in ein abgeschiedenes Landhaus, um sich dort ein Leben aufzubauen. Als seine Ehefrau ist dabei Jennifer Lawrence, bekannt aus den „Tribute von Panem“ – Verfilmungen zu sehen.
 
Eine warmherzige, fürsorgliche, aber auch ängstliche und extrem misstrauische Persönlichkeit. Ganz im Gegensatz zu ihrem Ehemann, der von Javier Bardem („No Country for Old Men“) verkörpert wird. Denn der begegnet uns als zielstrebiger, narzisstisch veranlagter Liebhaber mit patriarchischen Zügen. Und mit einem dunklen Geheimnis, das für den Zuschauer aber erst gegen Ende des Films gelüftet wird.
 
 
Protagonisten ohne Bedeutung
 
Die Namen der beiden Hauptfiguren erfährt der Zuschauer allerdings nicht. Aber das ist für die kommenden Ereignisse auch gar nicht wichtig. Erzählt wird die Geschichte außerdem aus der Sicht von Lawrence´s Charakter.
 
Dabei setzt der Regisseur während des gesamtes Filmes auf eine Inszenierungg mit Handkamera, die bis auf wenige Ausnahmen am Gesicht der ängstlichen Ehefrau klebt. Das vermittelt zwar dem Zuschauer über Strecken starke emotionale Nähe zur Hauptfigur, ist aber aufgrund der daraus resultierenden unruhigen Kamerabewegungen im Verlauf des Films eher störend.
 
Aber dieses Stilmittel wurde wohl auch gewählt um die Rastlosigkeit und Angst der weiblichen Hauptfigur besser vermitteln zu können. Eine Hölle auf Erden (Achtung Spoiler!!) Das Leben des Ehepaares ändert sich allerdings schlagartig, als eines Tages ein rätselhafter Fremder vor der Türe steht, dem der Dichter anders als seine Ehefrau eine Übernachtung im Haus gewährt und der schon bald ziemlich Chaos anrichtet. Denn plötzlich stehen nicht nur seine Frau, übrigens hervorragen teuflisch gespielt von Michelle Pfeiffer, sondern auch noch seine beiden Söhne vor der Tür, um für Terror zu sorgen. Eine Situation, die schon bald eskaliert, was schließlich zu einem ersten Todesopfer führt.
 
Aber das war erst der Anfang! Denn nach und nach kommen immer mehr ungebetene Gäste in das Haus des Ehepaares. Zum Wohlgefallen des Ehemannes, aber sehr zum entsetzten von Lawrence´s Charakter.
 
Denn die Eindringlinge zerstören nicht nur alles im Haus und klauen, sondern verwandeln ihre Privatsphäre schon bald in einen Kriegsschauplatz!
 
Ihrem Ehemann scheint das alles nichts auszumachen, für seine Ehefrau hingegen wird das Haus schon bald zur Hölle, aus der es kein Entrinnen mehr gibt!
 
Schocktherapie garantiert!
 
Regisseur Aaron Daronofsky schreckt bei dieser Konfliktsituation nicht nur vor einer äußerst brutalen Bildsprache, sondern auch vor Tabuthemen nicht zurück! So werden dem geneigten Kinozuschauer bei einigen Szenen garantiert die Haare zu Berge stehen. Zartbesaitete Gemüter könnten sogar das Kino verlassen.
 
Den anwesenden Journalisten bei der Pressevorführung war jedenfalls schon mal das blanke Entsetzen anzusehen.
 
Zeit zum Nachdenken über die extrem schockierenden Einblicke in die tiefen menschlichen Abgründe bleibt allerdings nicht. Denn die Story ist derart packend und temporeich, dass man erst am Ende des Films die Gelegenheit hat, den Horror-Trip zu verarbeiten.
 
Fazit
 
Allen Fans von Horror-Psychothriller kann „Mother!“ wärmstens empfohlen werden. Mit einer Jennifer Lawrence in der Hauptrolle, die wieder alle Register ihres Könnens perfekt zieht. Und einer auf allen Ebenen überraschenden Story, die man garantiert so schnell nicht vergisst.
 
 
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