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***Lights Out***

lout kritik
 
Autor: Max Wrede
 
Nach „Conjuring 2“ präsentiert uns James Wan erneut einen Horrorschocker, der einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Zwar nach ähnlichem Strickmuster, aber diesmal mit einem Dämon, der sich in dem Element am wohlsten fühlt, wovor wir uns am meisten fürchten: Der Dunkelheit.
 
Und der scheint mit Sophie, der Mutter des kleinen Martin, eng verbunden zu sein. Denn nachdem dessen Vater, der Inhaber einer Wäscherei, auf tragische Weise ums Leben kam, überrascht Martin seine Mutter eines Abends dabei, wie sie mit dem Wesen der Dunkelheit innige Gespräche führt. Und macht so die traumatische Bekanntschaft mit einem diesmal weiblichen Dämon, der Diana genannt wird.
 
Völlig verzweifelt bittet er deshalb seine Stiefschwester Rebecca um Hilfe, die Martin sofort bei sich aufnimmt. Allerdings folgt ihnen das Wesen der Dunkelheit und ruft auch bei ihr schlimme Kindheitserinnerungen hervor. Denn sie hat vor Jahren ebenfalls die Bekanntschaft mit der furchteinflößenden Kreatur gemacht.
 
Bis das Jugendamt auftaucht und den Jungen wieder zurück zu seiner Mutter bringt. Doch Rebecca liegt das Wohl von Martin am Herzen und sie und ihr Freund versuchen daraufhin alles ihn vor dem Wesen der Dunkelheit zu beschützen.
 
 
Psychologie statt Splatter
 
Wie schon bei den „Conjuring“ – Filmen konzentriert sich James Wan, der diesmal lediglich als Produzent beteiligt war, auch bei diesem Streifen anstatt von übermäßigem „Splatter“ auf die tiefenpsychologische Wirkung von Schockelementen, die auf unseren Naturängsten beruhen. Die Regie hat er dabei allerdings David F. Sandberg überlassen, der mit diesem Projekt gleichzeitig sein Film-Debut feiert.
 
Angetan hat es dem Neuling bei seinem Erstlingswerk vor allem die Dunkelheit. Dem Element, wovor wir uns bekanntlich am meisten fürchten, aber auch Dämonen ein leichtes Spiel haben. Und bei "Lights Out" spielen dem Wesen der Dunkelheit sogar die nahezu grenzenlose Neugierde und Naivität der Protagonisten in die Karten.
 
Denn immer wenn das Licht ausgeht, müssen die betroffenen Personen verständlicherweise nachsehen, was sich in den dunklen Ecken so tut. Aber das ist eigentlich nichts spektakuläres und wohl der Hauptgrund warum Horrorfilme überhaupt funktionieren.
 
Nur so können die Zuschauer von Schockeffekten wirklich überrascht werden, die übrigens bei "Lights Out" kaum vorhersehbar sind und immer dann passieren, wenn man es am wenigsten erwartet. Hinzu kommt, dass wir hauptsächlich mit den Ängsten eines Kindes konfrontiert werden. Und dadurch natürlich deutlich betroffener reagieren, als wenn es sich um einen Erwachsenen handeln würde.
 
Anzumerken ist dabei, wie bereits erwähnt, dass wie auch bei den anderen Filmen von Wan kaum „Splatter“-Elemente zum Einsatz kommen. Fast alle Protagonisten überstehen die Szenarien, bis auf kleinere Verletzungen, nahezu unbeschadet. Nur zwei Personen müssen leider das Zeitliche segnen. Deren Tod passiert allerdings ebenfalls in der Dunkelheit und nicht vor dem direkten Auge des Zuschauers.
 
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Ein Dämon mit Humor?
 
Es gibt aber auch Situationen, bei denen der ansonsten so furchteinflößende Dämon etwas Sinn für Humor an den Tag legt. Hier bitte unbedingt auf die Szene mit der Schwarzlichtlampe im Keller von Martin´s Elternhaus achten!:-)
 
Diana´s Fratze bekommt man im generellen, anders als bei den Kreaturen aus den „Conjuring“ – Verfilmungen, aber nur einmal im Verlauf des Filmes kurz zu sehen. Wie auch, wenn das Böse das Licht meidet und immer dann erscheint, wenn es stockdunkel ist.
 
Wir müssen uns also mit der Silhouette einer gebrechlichen weiblichen Gestalt mit Fingern ähnlich wie den Klingen bei „Freddy Krueger“ und den obligatorischen Knackgeräuschen von Knochen zufriedengeben. Was aber vollkommen ausreicht um für Gänsehaut-Feeling zu sorgen.
 
Doch nicht nur die Schockelemente konnten uns, wie von Wan eigentlich nicht anders zu erwarten, überzeugen. Denn auch die Story besticht durch atmosphärische Dichte. Hierzu hat selbstverständlich der überzeugende Cast ebenfalls beigetragen. Freuen dürfen wir uns auf Teresa Palmer („Triple 9“) als Rebecca, Gabriel Bateman („Annabelle“) als Martin, Billy Burke (die „Twilight“-Kinoserie) als Martins Vater Paul, Alexander DiPersia („Forever“) als Rebeccas Freund Bret, sowie Maria Bello („Prisoners“) als Sophie.
 
Trotz seines Debuts versteht es Sandberg seinen Charakteren ein perfektes Schauspiel zu entlocken und bei den Ängsten der Figuren glaubhaft wirken zu lassen. Ein Talent, das ihm bei einem solchen Film besonders bei dem Kinderdarsteller hoch anzurechnen ist.
 
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Fazit
 
„Lights Out“ ist ein solider Horrorfilm, der die Fans des Genres garantiert nicht enttäuschen wird, allerdings nicht an die „Conjuring“ – Reihe herankommt. Zartbesaitete Gemüter sollten den Film aber trotzdem meiden. Denn auch diesmal versteht es James Wan bei uns nicht nur Gänsehaut, sondern auch Herzrasen hervorzurufen.

 
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