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***Pets***

pets kritik
 
Autorin: Vivien Neder
 
Was machen eigentlich unsere tierischen Lieblinge, wenn wir ausser Haus gehen? Party natürlich, was sonst?? Na gut, manche sind traurig und warten brav vor der Tür, bis das Herrchen endlich wieder kommt. Max zum Beispiel, der hat ein so inniges Verhältnis zu seinem Frauchen Katie, dass er nicht vom Fleck weicht, bis sein geliebtes Frauchen wieder da ist. Aber wenn sie endlich wieder kommt, ist die Freude umso größer!!!
 
Terrier-Mischling Max (im Deutschen gesprochen von Jan Josef Liefers) ist ein glückliches Hundchen. Er hat alles, was ein Hundeherz begehrt: Ein liebevolles Frauchen namens Katie (Stefanie Heinzmann), ein wunderschönes Zuhause im Herzen von Manhattan, eine Menge Haustierfreunde aus der Nachbarschaft und so viel Futter, wie er nur fressen kann. Na gut, vielleicht ist er nicht nur glücklich, sondern auch ein bisschen verwöhnt. Auf jeden Fall ist er gar nicht begeistert, als Katie mit einem neuen Hund nach Hause kommt. Wie kann sie ihm das nur antun??
 
Der Neue heißt Duke (Dietmar Bär) und ist ein riesiger, zotteliger und völlig unerzogener Neufundländer, den die warmherzige Katie aus dem Tierheim gerettet hat. Sofort fühlt sich Duke in seiner neuen Umgebung heimisch, erlaubt sich jede Menge Freiheiten, die Max gar nicht gefallen. Duke meint es gar nicht böse, denn er ist eigentlich eine liebe Seele, der das Leben übel mitgespielt hat und die sich riesig über das neue Zuhause freut. Als Duke klar wird, dass Max ihn loswerden will, wehrt er sich.
 
Ein fieser Machtkampf beginnt, der zu den zwei niedlichen Haustierchen so gar nicht passen will. Das Ende vom Lied? Bei einem gemeinsamen Spaziergang mit dem Hundeausführer lockt Duke Max in eine dunkle Gasse, um ihm eine Lektion zu erteilen. Nur gehen die beiden in der großen Stadt verloren und finden sich allzu bald bei einer Gang verstossener Haustierer wieder, die sich um ein flauschig-durchgeknalltes Kaninchen namens Snowball (Fahri Yardim) schart. Max und Duke erkennen: Sie müssen sich zusammenraufen, wenn sie je zu Katie zurück gelangen wollen.
 
Aber auch Max’s Freunde aus der Nachbarschaft machen sich Sorgen. Allen voran die hübsche Gidget (Jella Haase), ein schnuckeliger, etwas blauäugiger aber beherzter Zwergspitz, die heimlich in Max verliebt ist. Sie trommelt eine Gruppe von Helfern zusammen, die in die große weite Welt ziehen, um Max zurückzuholen.

 

 
Auf die Revolution, Ihr Säcke!
 
Die Regisseure Chris Renaud und Yarrow Cheney präsentieren uns mit „Pets“ einen Film, in dem sie die liebenswerten typischen Eigenschaften von Hund & Katz & Co. zelebrieren. Und man zelebriert gerne mit ihnen, denn sie haben einige wirklich niedliche, liebenswerte Charaktere erschaffen. Von Eichhörnchen, die die Weltherrschaft übernehmen wollen (so glaubt zumindest Mops Mel, gesprochen von Mario Barth) über Katze Chloe (Martina Hill), die sich ein paar ungeschickte Momente leistet und gleich auf YouTube landet, bis hin zum flauschigen Kaninchen Snowball, das mit seinen „weggeworfenen Haustieren“ eine Revolution gegen die Menschheit starten will.
 
Und doch bleiben alle ihren Instinkten treu und benehmen sich ihren tierischen Persönlichkeiten entsprechend. Wie stellt sich ein Hund das Himmelreich vor? Würstchen, überall Würstchen! Würstchen von morgens bis Abends und in jeder Form und Farbe. Wie reagiert ein Hund, wenn ein Schmetterling vorbei flattert? Er schnappt nach ihm und läuft ihm hinterher. Und ein Ball? Der muss wieder zurückgebracht werden, wenn er weggeworfen wurde, ist doch klar. Stöckchen? Erst recht.
 
Aber es ist nicht nur alles eitel Sonnenschein für die Tiere, die mit Menschen zusammenleben. So manches Tier muss sich auch mit dem Schmerz auseinandersetzen, ausgesetzt zu werden, nicht mehr gewollt zu werden und alles zu verlieren: Zu Hause, Sicherheit, Zuneigung. Den Schmerz dieser Lebewesen kann man sich vielleicht ein wenig vorstellen, möchte aber nicht so recht. Und man wünscht es sogar der Tier-Gang um Kaninchen Snowball, dass sie ihr Glück finden.
 
01 ©2016 Universal Pictures02 ©2016 Universal Pictures03 ©2016 Universal Pictures05 ©2016 Universal Pictures
 
„Wer hat Dir nach der Kastrierung gezeigt, wie man bequem sitzt? Max!“
 
Natürlich geht es im Film auch um Freundschaft und Liebe. In diesem Fall ist die Liebe der kleinen Spitzdame Gidget zu Max die Triebfeder, die Max’s Freunde dazu bringt, Max zu folgen. Gidget schafft es sogar, die Grenzen zu einer für sie eher gefährlichen Tierart, nämlich dem Rotschwanzbussard Tiberius (Uwe Ochesenknecht) zu überwinden und ihn dazu zu bringen, sie nicht zu fressen, sondern ihr zu helfen.
 
Eine etwas naive Vorstellung vielleicht, aber doch immer wieder schön, wenn man sich die Welt so einfach macht. Und sicherlich ist es möglich, einander lieber zu helfen als seinem Gegenüber Schaden zuzufügen. Wie es sich für einen Kinderfilm gehört, werden demr Story eine ordentliche Portion Hoffnung und Glaube an das Gute im Menschen, Pardon, im Haustier mit auf dem Weg gegeben.
 
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Fazit - Niedliche Unterhaltung mit viel Charme und Witz
 
Pets macht definitiv Spaß. Und das Faszinierende ist: Die deutsche Synchronfassung ist sehr humorvoll gelungen! Das junge Publikum im Saal hat sich königlich amüsiert und auch als Erwachsener kann man sich dem Mitfühlen mit den Tieren - sei es freudig oder traurig - nicht entziehen. Eine liebevoll gestaltete, bunte Welt der Haustiere, die entspannende Unterhaltung mit positiver Grundstimmung bietet.
 
 
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