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***Central Intelligence***


ci kritik
 
Autor: Alexander Friedrich
 
Buddy-Cop-Komödien gibt es ja zuhauf und auch die Konstellation zwischen den beiden Hauptdarstellern Kevin Hart und Dwayne Johnson ist nichts Neues. Doch eben diese beiden Stars harmonieren in „Central Intelligence“ prächtig. Ist Rawson Marshall Thurbers („Wir sind die Millers“) Genre-Mix aus Spionage-Thriller, purer Situations-Comedy und Popkultur-Satire nun also ein echter Hit?
 
Calvin Joyner (Kevin Hart) hat eigentlich Alles, was man sich wünschen kann. Attraktive Frau, großes Haus und ein solider Job als Buchhalter – doch der ehemalige Star der Highschool ist frustriert. Statt einem abenteuerlichen Leben fristet er ein stinknormales Durchschnitts-Dasein ohne jede Besonderheit. Das ändert sich, als er seinen alten Highschool-Kameraden Bob Stone (Dwayne Johnson) wieder trifft. Dieser hat sich jedoch völlig verändert. Aus dem übergewichtigen Mobbing-Opfer ist nun ein riesiger Muskelberg geworden, der auch noch bei der CIA arbeitet.
 
Joyner war in der Highschool der Einzige, der Bob geholfen statt gedemütigt hat und jener hat das nicht vergessen. Zusammen feiern beide zunächst ausgelassen, bis plötzlich die CIA höchstpersönlich bei Joyner ins Haus platzt. Stone soll abtrünnig geworden sein und Staatsgeheimnisse verkaufen wollen und wird nun von der Regierung gejagt.
 
Ohne ein Wort mitreden zu können, wird Joyner unfreiwillig in eine Flucht vor der CIA verwickelt, ohne genau zu wissen, wem er nun vertrauen soll. Ist Bob Stone wirklich ein gefährlicher Staatsfeind?
 
 
Buddy-Movie auf hohem Unterhaltungsniveau
 
Komödien haben es nicht besonders leicht, qualitativ in das gesamte Film-Archiv eingeordnet zu werden. Auch wenn so ein Film verdammt lustig ausfällt, darf er sich wohl kaum auf einer Stufe mit echten Film-Kuntswerken sehen. Stand Up-Comedy-Streifen kommen meistens, wenn überhaupt, nie über den Status „kurzweiliger Unterhaltung für die Party“ hinaus.
 
„Central Intelligence“ ändert nun daran nichts, ist es insgesamt ein doch eher durchschnittlicher Film geworden. Seinem Genre wird der Mix aus Action-Thriller und purer Komödie jedoch sehr gerecht. „Central Intelligence“ legt ein tolles Erzähltempo an und schafft es so, bis zum Schluss durchgehend das Unterhaltungs-Niveau zu halten. Besonders unterhaltsam ist dabei eine etwas ungewöhnliche Eheberatung zwischen Joyner und seiner Frau ausgefallen. Dennoch: Leider sitzt nicht jeder Gag und der absolute erinnerungswürdige Brüller ist auch nicht dabei.
 
Das ist trotzdem nicht weiter schlimm, da der Film ein tolles Hauptdarsteller-Duo aufzuweisen hat. Action-Ikone Dwayne Johnson (Fast & Furious) und Comedy-Experte Kevin Hart (Ride Along) sind so dermaßen unterschiedlich, wie es nun mal für einen Buddy-Movie gehört und machen so den größten Reiz der Story aus.
 
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Rasante Action mit viel Situationskomik - aber vorhersehbare Story
 
Kevin Hart muss man dazu einfach mögen, während andere von seiner gewohnt zappelig hysterischen Performance genervt sein dürften. Dwayne Johnson ist im Komödien-Segment da schon nicht ganz so erfahren, darf aber auch jede Menge Szenen für sich behalten, erst recht, wenn es dann mal für ihn passend, eher actiongeladen zur Sache geht.
 
Und dann schlägt sich „Central Intelligence“ auch ganz ordentlich. Die Schießereien wie Verfolgungsjagden sind flott und rasant inszeniert und könnten teilweise auch aus einem „Fast & Furious“- oder „Jason Bourne“-Ableger stammen. Trotzdem wird immer rechtzeitig noch ein Witz eingespielt, um den Ton nicht zu ernst werden zu lassen. Meistens gelingt das auch. Speziell die zahlreichen popkulturellen Hommagen und Zitate an Filme,Serien und Schauspieler können für Lacher sorgen. Ob „Homeland“, „Breaking Bad“ oder „Goodfellas“, hier kommt kaum etwas ohne Seitenhieb davon.
 
Der eigentliche Plot ist jedoch kaum der Rede wert, ist er gerade in Bezug auf eine Wendung gegen Ende, extrem vorhersehbar und ohne jede Besonderheit. Natürlich ist das bei einer Komödie nicht besonders wichtig, trotzdem schadet es nicht, zu überraschen oder die Charaktere sich erinnerungswürdig entwickeln zu lassen. Hier macht man es sich allerdings doch etwas zu leicht und verlässt sich komplett auf Situationskomik und Darsteller-Duo. Für Geschichte muss ein langweiliger Action-Einheitsbrei herhalten, bei dem es an nötiger Ironie fehlt, damit sie mehr nach intelligenter Satire ausgesehen hätte.
 
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Fazit
 
„Central Intelligence“ erfindet das Genre weder neu, noch bereichert es das Filmjahr 2016 besonders erwähnenswert. Wer aber einfach nur einen lustigen Film mit einem typischen Kevin Hart und einem tollen Dwayne Johnson erwartet, wird auch genau das bekommen. Insgesamt ganz nette Buddy-Action-Komödie ohne Kult-Potenzial.
 
 
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