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***My Little Pony***

 
mlp kritik
 
Autor: Peter Osteried
 
Schon seit 1983 gibt es die knallbunten Ponys, mit denen Hasbro im Lauf der Jahrzehnte Unsummen verdient hat. Dies ist nun ihr erster Einsatz im Kino.
 
Zuvor gab es allerdings bereits eine Zeichentrickserie mit sieben Staffeln. Und ihr ist es wohl zu verdanken, dass man sich entschieden hat, den klassischen Zeichentrick auch im Kino zu nutzen. Denn normalerweise setzt man heute bei derartigen Produktionen auf Computeranimation.
 
Knallbunt
 
Eigentlich will Prinzessin Twilight Sparkle in Equestria nur eines: Ihr großes Fest, mit dem die Freundschaft gefeiert wird, vorbereiten. Doch die anderen Prinzessinnen spielen da nicht so ganz mit, was sich letztlich auch als irrelevant erweist. Denn noch bevor das Fest beginnt, tauchen die Luftschiffe des bösen Königs Storm King auf. Seine rechte Hand ist Tempest, die selbst aus Equestria stammt, aber als Kind ihr magisches Horn verloren hat, weswegen sie nun nicht mehr an die Macht des Guten glaubt.
 
Der Storm King hat ihr versprochen, ihr ihr Horn zurückzugeben, doch dafür muss sie den Prinzessinnen von Ponyville ihre magischen Kräfte rauben. Twilight gelingt es jedoch zu fliehen. Mit einigen Freundinnen macht sie sich auf den beschwerlichen Weg und sucht in anderen Königreichen nach Hilfe, während Tempest und ihre Schergen sie immer weiterverfolgen.
 
 
Eine waschechte Fantasy-Geschichte
 
Die Geschichte ist nicht gerade besonders originell, aber sie schafft es, sehr routiniert und solide verschiedene Topoi des Fantasy-Genres zu nutzen. Eine klassische Quest, auf die sich Twilight Sparkle und ihre Freundinnen begeben, inklusive jeder Menge Bedrohungen, aber auch neuen Freunden, die sie auf ihrem Weg finden.
 
Die Struktur der Geschichte ist episodisch, da die bunte Pony-Truppe natürlich von einem Königreich zum nächsten kommt, das ist aber recht flott gestaltet. Der Storm King und seine Truppen sind allerdings für einen Kinderfilm erstaunlich düster gezeichnet sind, sodass die Kleinsten unter den Zuschauern durchaus ein bisschen gruseln könnten.
 
Interessant ist dabei vor allem die Figur Tempest, die sozusagen der "Darth Vader" dieser Geschichte ist. Jemand, der nicht per se schlecht ist, aber den falschen Weg eingeschlagen hat und nun vor der Entscheidung steht, ob sie diesem auch weiterhin folgt.
 
01 ©2017 Tobis Film GmbH02 ©2017 Tobis Film GmbH03 ©2017 Tobis Film GmbH05 ©2017 Tobis Film GmbH
 
Gute Stimmen
 
Im Original ist der Film mit einigen Stars wie Emily Blunt und Liev Schreiber besetzt. Im Deutschen wollte man da nicht hintenanstehen, weswegen man sich entschieden hat, auf bekannte Sänger zu setzen. So werden drei der Hauptrollen von Beatrice Egli, Gil Ofarim und Maite Kelly gesprochen. Und die machen das ziemlich gut, auch wenn man bei Kelly deutlich ihren Akzent wahrnimmt.
 
Die Gesangseinlagen von „My Little Pony – Der Film“ können sich deshalb durchaus sehen lassen. Die Songs wurden außerdem – abgesehen vom Titelsong, der von Sia dargeboten wird – eingedeutscht, so dass sie von den jungen Zuschauern auch verstanden werden können.
 
Und sie gehen ins Ohr und machen aus dem Film sogar ein durchaus schönes Musical. Man fühlt sich in der Mixtur aus Abenteuer, Humor und Gesang an klassische Walt-Disney-Produktionen erinnert. Dabei ist einfach schön, im Kino auch mal wieder einen Film zu sehen, bei dem die Figuren und deren Welt nicht am Computer entstanden sind, sondern noch klassisch von Hand gezeichnet wurden.
 
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Fazit
 
„My Little Pony – Der Film“ ist ein amüsanter Abenteuerstoff, der auch funktioniert, weil der Kontrast der knallbunten Ponys mit dieser Suche in einem phantastisch-wilden Fantasy-Land sehr schön harmoniert. Das gibt dem Ganzen etwas sehr Eigenes. Technisch sehr schöngemacht, spannend und humorvoll erzählt und mit ein paar Songs, die ins Ohr gehen. Hier stimmt einfach alles.
 
 
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