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***Burg Schreckenstein***

 bstein kritik
 
Autor: Max Wrede
 
Wer hat Angst vorm Internat? Niemand! Vor allem dann nicht, wenn es sich wie in Ralf Huettner´s Film um das geheimnisvolle alte Gemäuer aus den Kinderbüchern von Oliver Hassencamp handelt.
 
 Denn dort kann man nicht nur fantastische Abenteuer erleben, sondern sogar auf Henning Baum als „Direktor Rex“, sowie Harald Schmidt als „Graf Schreckenstein“ treffen. Na und das bedeutet doch gleichzeitig auch noch beste Unterhaltung, bei der nicht nur die Kleinen begeistert sein werden.
 
Doch davon ahnt der elfjährige Stephan ( Maurizio Magno) zunächst noch nichts, als ihm seine Eltern verkünden, dass sie ihn ins Internat stecken wollen. Denn seine schulischen Leistungen sind nicht gerade berauschend. Von der alten Burg ist er jedenfalls sofort angetan. Allerdings sind seine neuen Mitschüler dort ebenfalls keine Streber und von dem Neuankömmling zunächst gar nicht begeistert.
 
Nach einigen Differenzen nehmen ihn Ottokar (Benedict Glöckle), Mücke (Caspar Krzysch), Strehlau (Eloi Christ) und Dampfwalze (Chieloka Nwokolo) aber schliesslich doch in ihren Geheimbund auf.
 
Und schon bald wird gemeinsam eifrig an Streichen verschiedenster Art getüftelt, um den arroganten Mädchen des benachbarten Internats Rosenfels und deren Rektorin, gespielt von Sophie Rois, eins auszuwischen. Doch die Mädels sind keineswegs auf den Kopf gefallen und lassen sich allerhand einfallen, um es den „Schreckies“ wieder heimzuzahlen.
 
Bis es zu einem folgenschweren Zwischenfall kommt, nachdem sich die Jungs und die Mädels ein gemeinsames Dach teilen und somit lernen müssen miteinander auszukommen.
 
 
Perfekte kindgerechte Unterhaltung
 
Die millionenfach verkaufte Kinderbuchreihe von Oliver Hassencamp hat es also endlich auch auf die große Kinoleinwand geschafft. Und das mit viel Witz und Liebe fürs Detail, sowie großartigen Kinderdarstellen, die ihre Rollen mit Begeisterung spielen.
 
Denn dass ihnen die Dreharbeiten scheinbar großen Spaß gemacht haben, merkt man ihnen von der ersten bis zur letzten Minute an. Aber das ist eigentlich kein Wunder, da diese gleich in fünf antiken Gemäuern in Südtirol stattgefunden haben. Außerdem bekommt man schließlich nicht jeden Tag die Gelegenheit sich gegenseitig zu ärgern, ohne dafür bestraft zu werden.
 
Für Ralf Hüttner war es jedenfalls besonders wichtig, dass den Kids die Freude am Drehen nicht verloren geht. Denn nur so war eine kindgerechte Umsetzung der Romanvorlage möglich.
 
Und das ist ihm auch nahezu perfekt gelungen. Wenngleich die Kids sich natürlich mit zeitgemäßer Jugendsprache unterhalten dürfen und der Film mit viel deutscher Hip-Hop – Musik unterlegt wurde, um ein breiteres Publikum anzusprechen.
 
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Freudiges Wiedersehen mit „alten“ Bekannten
 
Doch auch die Darsteller der Erwachsenen liefern ein perfektes Schauspiel ab. Henning Baum als Direktor „Rex“ verkörpert seine Figur wie immer mit einer großen Portion Coolness im gewohnten „Der letzte Bulle“ – Look. Aber auch mit einer bodenständigen, väterlichen Note.
 
Harald Schmidt hingegen driftet als „Graf Schreckenstein“ ins dichterisch verträumte Milieu ab. Hölzern und wortkarg mimt er den betagten Grafen. Nur einmal blitzt der alte „Dirty Harry“ durch als er sich in seinem Lesezimmer an den Schreibtisch setzt und sich mit seinem Diener Jean alias Alexander Beyer ein Wortgefecht liefert. Da kommen für einen kurzen Moment die Erinnerungen an seine ehemalige Late-Night – Show wieder hoch.
 
Sophie Rois darf im Film die verknöcherte Rektorin „Dr. Horn“ des Mädchen – Internats „Rosenfels“ mimen. Streng aber nicht bedrohlich war hier die Devise, was ihr durchaus gelungen ist.
 
Allerdings musste sie im Gegensatz zu ihren Kollegen auch so einiges aushalten. Nicht nur, dass sie den Hohn und Spott der Schüler von beiden Internaten zu ertragen hatte, nein, auch für die visuelle Darstellung kindlicher Fantasien wurde ihr eine ganze Menge abverlangt.
 
Darunter beispielsweise die comicähnlichen Einspieler mit ihr auf dem Katapult, sowie mit Blähungen, die garantiert für Lacher beim Kinopublikum sorgen werden. In einer kleinen Nebenrolle ist außerdem noch Jana Pallaske als Stephans Mutter und bestens bekannt aus „Fack Ju Göthe“ zu sehen.

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Fazit
 
„Burg Schreckenstein“ ist der ideale Film für einen Kinotag mit der ganzen Familie. Kindgerecht umgesetzt, leicht, kurzweilig und ohne jegliche Aufreger. Mit Kinderdarstellern, bei denen es Spass macht zuzusehen, wie sie ihre Welt entdecken und Streiche aushecken.
 
Aber bei dem auch die Erwachsenen, dank dem Wiedersehen mit Henning Baum und der Late-Night-Legende Harald Schmidt, garantiert ihre Freude haben werden.
 
 
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