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***Power Rangers***

prangers kritik
 
Autor: Peter Osteried
 
Mit den „Mighty Morphin Power Rangers“ fing 1993 alles an. Die amerikanisch-japanische Ko-Produktion bot Superhelden-Action auf typisch japanische Art und Weise: Kämpfer in Rüstungen gegen allerhand Monster.
 
Die von Haim Saban produzierte Serie war weltweit ein immenser Erfolg, zielte aber auch ausschließlich auf Kinder ab, wobei sich Probleme dadurch ergaben, dass die Show als zu gewalttätig galt. In den vergangenen 20 Jahren gab es zahlreiche weitere Serien und auch Filme, doch erst mit „Power Rangers“ schließt man in die ganz große Riege auf, standen für den Film doch immerhin mehr als 100 Millionen Dollar Budget zur Verfügung.
 
Geburt von Superhelden
 
Vor 65 Millionen Jahren kämpft Zordon (Bryan Cranston) auf der Erde gegen Rita Repulsa – es ist ein Kampf des roten gegen die grüne Power Ranger. Zordon gewinnt, stirbt aber wie Rita. Doch zuvor kann er noch jene Elemente verstecken, die den Power Rangers ihre Kraft geben.
 
 
In dem kleinen Ort Angel Grove hat Jason Scott, einst gefeierte Star-Quarterback, Probleme mit dem Gesetz bekommen und muss nachsitzen. Dort lernt er auch Kimberly und Billy kennen. Mit Billy bricht er zur alten Mine auf, wobei noch Zack und Trini dazustoßen. Sie alle finden jene Elemente, die Zordon einst versteckte. Es folgt ein Zwischenfall, bei dem sie eigentlich alle sterben sollten, doch tags darauf wachen sie auf – und haben Kräfte.
 
Erneut kehren sie zur Mine zurück, wo sie auf ein Raumschiff stoßen und von dem Roboter Alpha 5 begrüßt werden. Sie sind die neuen Power Rangers, die von Zordon, dessen Essenz in das Schiff geladen wurde, trainiert werden. Doch noch gelingt es ihnen nicht, ihre Rüstungen zu morphen – und die Zeit drängt, denn Rita Repulsa ist wieder zum Leben erwacht und giert nach dem Zeo-Kristall, ohne den Leben auf der Erde nicht möglich ist.
 
Der Ursprung
 
Als bekannt wurde, dass „Power Rangers“ produziert wird, gab es gerade im Internet einiges an Häme, weil der Stoff generell als kindisch gilt. Dann wurde bekannt, dass auch „Breaking Bad“-Star Bryan Cranston mitspielt, was einige aufhorchen ließ. Die ersten Trailer waren zudem recht vielversprechend. Der Film löst dieses Versprechen nun ein, denn Dean Israelite ist ein knackiger Superhelden-Streifen gelungen, der es mit der großen Konkurrenz locker aufnehmen kann.

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Erzählt wird dabei eine typische Ursprungsgeschichte, bei der sich die Helden nach Erlangung ihrer Kräfte zusammenfinden müssen. Die durch die Bank gut besetzten Power Rangers überzeugen dabei schon in ihren Rollen als Normalos. Zwar sind die Figuren eher stereotyp gestaltet, die Schauspieler reißen es jedoch heraus. Mitunter hat man hier sogar ganz klassisches John-Hughes-Gefühl.
 
Dabei traut sich der Film auch etwas, bietet er mit Trini alias dem gelben Power Ranger doch auch die erste offen lesbische Superheldin des modernen Genre-Kinos. Es gibt nur einen kurzen Moment, der damit spielt, aber es ist ein wichtiger, der auch dazu beiträgt, dem Film Ernsthaftigkeit zu verleihen.
 
Alberne Geschichte, aber ernst
 
Die Geschichte ist natürlich reichlich klischiert. Es geht gleich ums Ganze, wobei die Figuren samt und sonders ihre Funktionen erfüllen. Das ist sogar ein bisschen albern, aber „Power Rangers“ schafft es, das ernsthaft darzubieten. Generell nimmt sich der Film ernst, aber er erlaubt es sich auch, Humor da einzubauen, wo er passt. Im Grunde kopiert Dean Israelite die Erfolgsformel, die von Marvel mit den eigenen Superhelden aufgestellt wurde.
 
Das macht „Power Rangers“ zu einem spritzigen Film, der zwar inhaltlich keine Bäume ausreißt, aber ausgesprochen sympathisch daherkommt. Die Formel ist dabei altbekannt, wird aber mit Esprit genutzt.

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Fazit
 
Allen Unkenrufen zum Trotz ist „Power Rangers“ tatsächlich ein schwer unterhaltsamer, schön actionreicher Film geworden, der die Figuren für ein frisches Publikum neu erfindet und zugleich fleißig damit beschäftigt ist, eine filmische Welt zu erschaffen, die auf Sequels ausgelegt ist.
 
Und ja, angesichts dieses Spektakels freut man sich tatsächlich auf weitere „Power Rangers“-Filme. Ein größeres Kompliment könnte man Dean Israelites Werk wohl nicht machen.
 
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