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***Die Pfefferkörner***

 
dpk kritik
 
Autor: Walter Hummer
 
Nach 13 Staffeln im TV kommen die „Die Pfefferkörner“ nun ins Kino. Und was sie dort treiben ist durchaus sehenswert.
 
Die kleinen Neffen und Nichten von Jason Bourne
 
Ich muss gestehen, ich habe noch nie eine Folge der TV-Serie „Die Pfefferkörner“ gesehen. Und natürlich bin ich gute drei Jahrzehnte älter als das Zielpublikum. Ich hatte also keine Ahnung, was mich erwarten würde. Ein „Kinderfilm“, so viel wusste ich gerade noch. Die Verfolgungsjagd gleich am Anfang des Films erinnert aber eher an „Jason Bourne“ als an „Hexe Lilly“.
 
Wenn die Bösewichter unsere Helden quer durch den Hamburger Hafen verfolgen, ist das alles flott geschnitten, gut fotografiert und hat Tempo. Das haben wir bei deutschen Krimis für Erwachsene schon weniger spannend gesehen. Das große Finale in und um die Hamburger Zentrale eines bösen Lebensmittelkonzerns ist spannend und cool anzusehen. Hier wird die große Leinwand wirklich mit Leben gefüllt. Das ist ja zuletzt dem Onkel aus dem „Tatort“ nicht so gelungen.
 
 
Auf nach Südtirol
 
Das eigentliche Abenteuer findet aber zum großen Teil während der Klassenfahrt nach Südtirol statt. Und seit „Cliffhanger“ wurden die Südtiroler Alpen selten besser in Szene gesetzt als in diesem Film. Die Berge wirken abwechselnd wunderschön, majestätisch und bedrohlich. Wenn Kinder ihre Eltern nach dem Film zu Ferien in Südtirol überreden wollen, ist das nur verständlich. Und wenn die Eltern schlau sind, sollten sie nachgeben.
 
Ein aktuelles Thema
 
Der Handel mit Trinkwasser ist kein einfaches Thema. Umso beachtlicher, wenn man daraus eine Geschichte für Kinder macht.
 
Die einzelnen Körner
 
Marleen Quentin, Ruben Storck, Emilia Flint und Luke Matt Röntgen haben offensichtlich Spaß an ihren Rollen als halbwüchsige Detektive. Sie wirken einfach sympathisch, was bei Filmkindern ja auch nicht immer selbstverständlich ist. Fans der Serie dürfen sich freuen: dieses Team übernimmt ab der nächsten Staffel auch im Fernsehen.
 
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Leo Gapp zeigt als Bergbauernbub die richtige Mischung aus Angst und Wut.
 
Devid Striesow spielt den manchmal überforderten Lehrer nicht als Witzfigur. Auch Katharina Wackernagel als Mutter trägt zwar „Mama“-Klamotten, wirkt aber nie wie eine Karikatur. Erwachsene Begleitpersonen werden sich vielleicht mehr Szenen mit diesen beiden Darstellern wünschen.
 
Dass man einer Südtiroler Köchin, deren Essen nicht schmeckt, nicht trauen darf, kommt im Film schnell raus. Aber warum klingt eigentlich kein einziger der angeblichen Südtiroler auch nur halbwegs authentisch? Suzanne von Borsody wirkt als böse Konzernchefin wie die Präsidentin des Glenn-Close-Fanclubs.
 
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Fazit
 
Kinder bekommen hier eine spannende Abenteuer-Detektiv-Geschichte geboten. Die Action, die tollen Drehorte und die sympathischen Darsteller sorgen dafür, dass sich auch die Eltern nicht langweilen. Diese Pfefferkörner haben die richtige Würze.
 
 
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