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“Vaiana”: Zu Besuch bei Disney in Kalifornien

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Sie ist mit dem Meer befreundet, rettet ihren Begleiter Hei Hei ständig vor dem sicheren Tod und schafft es, den Halbgott Maui auszutricksen.
 
Ach ja, und dann rettet sie auch noch die Welt. Keine Frage, Vaiana ist eine der coolsten Prinzessinnen, die Disney jemals geschaffen hat. 
 
Dabei ist sie noch nicht mal eine richtige Prinzessin, sondern die Tochter eines Stammeshäuptlings auf einer Insel im Pazifischen Ozean. Und damit die erste Disney-Heldin aus dem Pazifikraum. Das ist aber nicht das einzige, was bei “Vaiana - Das Paradies hat einen Haken” neu ist. Die Titelheldin kommt nämlich auch völlig ohne Prinzen aus. Wer mit 16 die Welt rettet, hat eben keine Zeit für Romantik.
 
FantasticMovies sprach mit den Machern von “Vaiana”
 
Zum DVD-Start von “Vaiana” hat Disney Fantasticmovies nach Kalifornien eingeladen und uns einen exklusiven Einblick in Vaianas Welt gegeben. In der Disney-Zentrale in Burbank, einem Vorort von Los Angeles, durften wir schon vor Verkaufsstart einen Blick auf das Bonus-Material der DVD werfen. Regisseur Ron Clements und Produzentin Osnat Shurer haben uns außerdem verraten, warum “Vaiana” die Dinge im Hause Disney ganz schön durcheinander wirbelt.
 
Eines der Bonus Features auf der DVD ist eine Reportage, die zeigt, wie “Vaiana” entstanden ist. Sobald sie wussten, dass ihr nächster Film im Pazifikraum spielen sollte, reisten die Regisseure Ron Clements und John Musker (“Herkules”, “Aladdin”) mit ihrem Team auf verschiedene Inseln, um zu recherchieren und sicherzugehen, dass ihr Film die lokale Geschichte korrekt wiedergibt. Dabei entdeckten die Filmemacher eine Welt, die wenig mit ihren Vorstellungen zu tun hatte.
 
Die Besonderheiten der Kokosnuss
 
Die pazifischen Inseln erstrecken sich von Hawaii bis nach Neuseeland und Neu Guinea. Fiji gehört dazu, Tahiti, Bora Bora, die Osterinseln und dutzende weitere kleine Inseln und Inselgruppen. Auf ihren Recherchereisen trafen die Disney-Leute einheimische Künstler, Historiker, Fischer und Handwerker, die ihnen ihre Kultur vermittelten und vor peinlichen Fauxpas bewahrten.
 
“Vaiana sollte in einer Szene aus Zorn eine Kokosnuss kaputt hauen”, erinnerte sich Produzentin Shurer beim Interview mit Fantasticmovies, “dann haben uns die Bewohner gesagt, dass Koksnüsse heilig sind weil sie als Nahrung, zum Trinken und als Baumaterial gebraucht werden. Niemand im Pazifikraum würde jemals eine Kokosnuss zerstören.”
 
Vaiana selbst hat nicht gelebt, aber der Halbgott Maui, der im Film ihr Begleiter ist, existiert tatsächlich in der pazifischen Mythologie. Und auch die Geschichte der pazifischen Seefahrt, die den Hintergrund der Geschichte in “Vaiana” bildet, ist historisch korrekt. Lange bevor die Europäer Richtung Nordamerika aufbrachen, segelten die Völker über den Pazifik und besiedelten verschiedene Inselgruppen.
 
Disney wagt eine Weltpremiere
 
Regisseur Ron Clements fühlte sich durch seine Reisen verpflichtet, diesen pazifischen Völkern Ehre zu erweisen. “Bevor wir die Menschen getroffen haben, wollten wir einfach einen coolen Film machen, aber dann haben wir gemerkt, dass mehr dahintersteckt”, so Clements.
 
Er erzählte Fantasticmovies, dass die Menschen vor Ort sich um ihre Kultur und ihre Identität sorgen. Weil die Kinder in der Schule französisch sprechen, verlernen sie die lokale Sprache und vergessen die Geschichte ihres Volkes. Die wurde nämlich traditionell nur oral weitergegeben. Clements und Musker wurde klar, dass sie mit “Vaiana” mehr als nur einen Film machen. Sie interpretieren ein Stück Geschichte und bewahren die Erinnerung an die pazifische Kultur.
 
Inspiriert von ihren Begegnungen wagte das Disney-Team eine Premiere: “Vaiana” ist der erste Film, der ins Tahitische übersetzt wird. Unter der Schirmherrschaft des Kultusministeriums von Tahiti wird der Film in 60 Schulen des Landes ausgestrahlt und soll helfen, den Kindern ihre eigene Kultur und Sprache näherzubringen. Das Unterfangen sei nicht billig, sagte Shurer, aber die Bewohner des Pazifikraums und ihr Motto “Gib mehr als du bekommst” hätten Disney inspiriert.  
 
 
 
 
“Vaiana” war ein Abenteuer für die Regisseure
 
“Vaiana” feiert noch eine andere Premiere: Zum ersten Mal haben John Musker und Ron Clements mit CGI (computergenerierten Bildern) gearbeitet. Die Macher der Zeichentrick-Klassiker “Ariel” und “Die Prinzessin und der Frosch” wagten sich auf für sie unbekanntes Terrain, weil es die beste Entscheidung für ihren Film war. “Durch die Computereffekte konnten wir das Meer zu einer lebenden Persönlichkeit machen”, so Clements. Die pazifische Inselwelt sei zudem so schön und lebendig, dass Zeichentrick ihr nicht die nötige Tiefe gegeben hätte. 
 
“Vaiana” ist durch die Farbwelt, die Musik und die Geschichte ein wunderschönes Abenteuer geworden. Der Film geht aber tiefer und enthält Elemente, die vielleicht erst beim zweiten Anschauen deutlich werden.
 
Nicht nur eine coole Geschichte
 
Vaiana will die Welt entdecken, aber ihre Reise beginnt erst, als ein mysteriöses Naturphänomen die Existenz ihrer Insel bedroht. Der Halbgott Maui hat das Herz der Göttin Te Fiti gestohlen und dadurch das Gleichgewicht der Erde durcheinandergebracht.
 
Weil sie eine besondere Beziehung zum Meer hat, fühlt Vaiana sich dazu berufen, die Dinge wieder in Ordnung zu bringen. Ihr Abenteuer ist nicht nur ein Selbstfindungstrip, sondern ein Kampf um die Zukunft der Erde, wie ihn sonst nur Batman, Spiderman oder James Bond austragen dürfen. 
 
Clements und Shurer sehen ihre Heldin aber nicht als Feministin. “Wir wollten, dass sich jeder, egal ob Mann oder Frau, alt oder jung, mit Vaiana identifizieren kann”, sagte Produzentin Shurer im Interview mit Fantasticmovies. “Sie ist mitfühlend, intelligent, mutig und weiß, was sie will.
 
Sie ist eine vollständige Person.” Und noch etwas lag den Filmemachern am Herzen. Sie wollen, dass der Film die Zuschauer zum Nachdenken bringt. “Sie sollen über die Natur nachdenken und darüber, was passiert, wenn man die Natur misshandelt”, sagte Shurer. “Wie können wir das Gleichgewicht der Erde wieder herstellen?”
 
Diese Prinzessin rettet die Welt im Alleingang
 
Und hier kommt eine dritte Neuerung ins Spiel. Die Disney Prinzessinnen waren schon immer starke Persönlichkeiten, aber viele von ihnen konnten nur mit Hilfe eines Mannes ihr Schicksal erfüllen. Vaiana ist da anders. Zwar bringt Halbgott Maui ihr alles bei, was sie wissen muss, aber den letzten Kampf um die Zukunft der Welt trägt Vaiana allein aus. Und macht einen super Job. 
 
Mit 16 die Welt retten? Kein Problem für unsere Heldin. Alles was sie braucht, ist ein Segelboot und genug Selbstvertrauen. Für den Prinzen und die Romantik hat sie nach ihrem Abenteuer immer noch Zeit. 
 
“Vaiana” gibt es ab 20. April auf BLU-RAY und DVD zu kaufen.
 
 
 
 
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