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Oscars 2016 - Das Wichtigste auf einen Blick

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 Autorin: Claudia Oberst

Sohn des Abends
 
Er hatte dieses Mal kein Topmodel, sondern seine Mutter mit zur Verleihung gebracht: Leonardo DiCaprio durfte endlich seinen ersten Oscar mit nach Hause nehmen. Fünfmal war er bereits nominiert, aber jedes Mal leer ausgegangen. Nun hat seine Rolle in “The Revenant”ihm endlich den begehrtesten Film-Preis der Welt eingebracht. “Ich bin wirklich sehr dankbar und überwältigt heute Abend”, sagte DiCaprio bei einer Pressekonferenz im Anschluss an die Feier.
 
Überraschung des Abends
 
Die größte Überraschung des Abends: “Spotlight”. Entgegen der Erwartung vieler Kritiker stach “Spotlight”den Rache-Thriller “The Revenant”im Rennen um den Preis für den besten Film aus. Das Drama gewann trotz (oder vielleicht gerade wegen) einer nicht unbedingt massentauglichen Handlung: “Spotlight”erzählt die Geschichte der Journalisten die 2002 den Missbrauchsskandal in der katholischen Diözese in Boston aufdeckten und weltweit bekannt machten.
 
Der Film lag jahrelang brach, weil kein Studio ihn finanzieren wollte. Erst durch die Zusagen von Mark Ruffalo, Liev Schreiber, Michael Keaton und vor allem Rachel McAdams kam das Projekt schließlich zu Stande.
 
 
 
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Thema des Abends
 
Ganz klar die #OscarsSoWhite-Debatte, die sich durch den ganzen Abend zog. Moderator Chris Rock griff das Thema gleich in seinem Eröffnungsmonolog auf und zog Will Smith und dessen Frau Jada Pinkett Smith, die die Oscars boykottierten, durch den Kakao. Wie man etwas boykottieren könne, zu dem man gar nicht eingeladen sei, fragte Rock in Bezug auf die Smiths.
 
Nicht die Oscars seien das Problem, so Rock, die ganze Unterhaltungsindustrie müsse bunter werden und dürfe sich nicht allein auf die schwarz-weiss Diskussion konzentrieren. Diese Meinung vertritt auch „The Revenant“-Regisseur Alejandro G. Iñárritu. Hollywood brauche generell mehr Vielfalt, forderte der Mexikaner, der zum zweiten Jahr in Folge den Oscar für die beste Regie entgegennahm.
 
Abräumer des Abends
 
Die erste Hälfte der Verleihung war fest in der Hand von “Mad Max –Fury Road”. Der post-apokalyptische Thriller von George Miller gewann sechs Oscars, darunter bester Schnitt, beste Kostüme und bestes Make-up. Damit dürfte der Weg für eine Fortsetzung geebnet sein. Vielleicht ja wieder mit Charlize Theron, die von vielen Kritikern als stärkster Teil des Films gesehen wird.
 
 
 
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Taschentuch-Moment des Abends
 
Tränen schossen dem ein oder anderen Zuschauer gleich zweimal im Verlauf der Zeremonie in die Augen: Das erste Mal, als Lady Gaga ihre Ballade über Vergewaltigung (“Til it happens to you”) am Piano sang. Das Lied gehört zum Soundtrack einer Dokumentation über sexuelle Gewalt an amerikanischen Universitäten. Gaga, ganz in weiss gekleidet, holte für ihren Auftritt Opfer von sexueller Gewalt auf die Buehne und bildete am Ende mit ihnen eine menschliche Kette.
 
Die Taschentücher kamen zum zweiten Mal zum Einsatz als Ennio Morricone seinen Preis fuer die beste Filmmusik annahm. Der 87-jaehrige Italiener, der von seinem Übersetzer gestützt wurde, hatte sichtlich feuchte Augen als er seine Dankesworte auf italienisch sprach. Wie DiCaprio war auch Morricone bereits fuenfmal nominiert bevor seine Komposition für Quentin Tarantinos “The Hateful 8” ihm endlich den Oscar bescherte.
 
 
 
 
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