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Independent Spirit Awards - Los Angeles

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 Autorin: Claudia Oberst
 
Das bunte Gegenstück zu den Oscars
 
Die "Independent Spirit Awards", die jedes Jahr am Vorabend der Oscars vergeben werden, sind so etwas wie die freche kleine Schwester der altehrwürdigen "Academy Awards": Bunter, verrückter und ein bisschen weniger angepasst.
 
Statt im schicken Kodak-Theater in Hollywood finden die Spirit Awards am Strand von Santa Monica in einem riesigen weißen Zelt statt.
 
Die nominierten Filme sind Indie-Produktionen mit einem Budget von meistens weniger als 20 Millionen Dollar. Viele laufen in den USA nur in kleinen Sälen, unbeachtet von der breiten Öffentlichkeit.
 
Durch die #OscarsSoWhite Debatte, die seit Wochen durch Hollywood geistert und einige Prominente wie Will Smith und Spike Lee dazu brachte, ihre Teilnahme an der Oscar-Verleihung abzusagen, waren noch mehr Augen als sonst auf die Spirit Awards gerichtet.
 
 
 
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„Wir haben Nominierte, die nicht weiß sind
 
Und die enttäuschten nicht. Moderatorin Kate McKinnon (die offen zu ihrer Homosexualität steht) warnte das Publikum gleich zu Beginn: „Achtung, bei uns wird geflucht, es kann Nippelblitzer geben und wir haben Nominierte, die nicht weiß sind.“
 
Einer der ersten Gewinner des Abends war dann auch direkt Idris Elba (für seine Nebenrolle in „Beasts of No Nation“), der es nicht auf die Nominierten-Liste für die Oscars geschafft hatte und damit indirekt die Debatte um mangelnde ethnische Vielfalt angefeuert hatte.
 
Geschichte schrieb die Preisverleihung auch mit der ersten Auszeichnung einer transsexuellen Schauspielerin: Mya Taylor, die in dem Drama „Tangerine“eine Prostituierte spielt, bekam den Preis für die beste weibliche Nebenrolle. „Es gibt viele begabte Transgender dort draussen. Gebt ihnen Rollen!“, forderte sie in ihrer Dankesrede.
 
Die beste weibliche Hauptdarstellerin wurde Newcomerin Brie Larson für das Entführungsdrama„Raum“. Der Preis für den besten Hauptdarsteller ging an Abaraham Attah, der in „Beasts of No Nation“den Kindersoldaten Agu spielt.
 
Der große Gewinner des Abends war das Journalisten-Drama „Spotlight“, das fünf Preise, darunter Film, Regie und Drehbuch abräumte.
 
In den letzten beiden Jahren war der Gewinner-Film der Indie Awards auch der Gewinner bei den Oscars. Ob „Spotlight“in die Fußstapfen von „12 Years a Slave“und „Birdman“treten kann zeigt sich heute Abend.
 
 
 
 
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