Ant-Man: Interview mit Paul Rudd

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Ant-Man: Interview mit Paul Rudd


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PAUL RUDD WIRFT SICH IN MARVEL’S “ANT-MAN” IN SCHALE!
 
In Marvel’s ANT-MAN übernimmt der vielseitige Paul Rudd die Rolle des Profi-Einbrechers Scott Lang, der unter den Fittichen seines Mentors, des Original Ant-Man Hank Pym, zum Superhelden wird. „Meine Figur Scott hat eigentlich nichts mit Hank Pym zu tun“, erklärt Rudd die Dynamik zwischen Pym und Lang. „Eigentlich kommt Scott gerade erst aus dem Gefängnis, weil er seine einzigartigen Fähigkeiten dazu eingesetzte hatte, einen Konzern zu Fall zu bringen.
 
Doch Hank Pym hat ihn sich ausgesucht. Er hat seine Vergangenheit untersucht, ihn beobachtet und sich ein Szenario einfallen lassen, bei dem Scott unweigerlich in alte Gewohnheiten zurückfällt. Also findet sich Scott beim Einbruch in Pyms Haus wieder, um dort Geld für den Unterhalt seiner Tochter zu stehlen – das einzige, was ihm wichtig ist. Pym aber hat die Fäden in der Hand und es so eingerichtet, dass Scott den Anzug findet und ein wenig mit ihm herumspielt. Dann bringt er Scott in seine Welt und lehrt ihn, den Anzug richtig einzusetzen.“
 
 
 
Scotts Leinwandpartner ist Michael Douglas in der Rolle von Hank Pym – ein großer Bonus für Rudd. „Ich freute mich ungemein über seine Zusage“, erinnert sich der Darsteller. „Ich habe in meiner Karriere schon mit einigen großen Namen zusammengearbeitet und Michael Douglas gehört zweifellos dazu. Er war in vielen fantastischen Filmen wirklich gut. Und allein die Vorstellung, ihn in dieser Rolle zu sehen, fand ich aufregend.“
 
Neben der Action und den Effekten hält Rudd die Aufmerksamkeit der Marvel-Filmemacher für die Story und die Charaktere für ausschlaggebend. „Nur wenn man eine Figur nahbar macht, bleiben die Zuschauer interessiert“, vermutet Rudd. „Da kann man noch so schöne Kampfszenen und die fantastischsten Special Effects produzieren: sie bleiben hübsch zum Anschauen, aber ohne Tiefgang. Da bleibt nichts hängen, solange man sich nicht mit den Charakteren mitgeht. Dieser Film funktioniert dagegen auf verschiedensten Ebenen. Er enthält wirklich umwerfende Actionszenen, einige der Kämpfe sind einfach atemberaubend und visuell gibt es Neuerungen, die man nie zuvor gesehen hat. Einige der Technologien sind hier erstmals eingesetzte worden und wirken daher umso mitreißender. Ich hoffe, dass die Leute das zu schätzen wissen und mit den Charakteren und deren Beziehungen untereinander mitfühlen.“
 
 
 
Auch wenn die Charaktere recht bodenständig in ihrem Alltag dargestellt sind, brauchte Rudd dennoch nicht lange, um in Superhelden-Stimmung zu kommen. Dazu brauchte es lediglich den Ant-Man-Anzug. „Ein Kostüm – insbesondere ein derartiges – hilft ungemein dabei, sich in eine Figur einzufühlen“, gesteht Rudd. „Die Körperhaltung ändert sich, die Gedanken und der Ansatz ändern sich. Schon beim ersten Anblick hat es mir unter den Nägeln gebrannt. Als man mir den Helm zeigte und ich ihn aufsetzte fühlte ich mich an den Augenblick erinnert als ich als Kind meinen ersten Sturmtruppler-Helm zu Gesicht bekam. Das waren die allercoolsten Helme und so ging es mir auch mit dem Ant-Man Kostüm.“
 
Bevor er den Anzug tragen konnte, musste Rudd einige Anproben durchstehen. „Seine Komplexität täuscht“, verrät Rudd. „ Nicht nur die Einzelteile, sondern die Funktion verschiedener Elemente, etwa die Art, wie sich die Schulter-Teile anheben, wenn ich meinen Arm nach oben bewege, ohne komisch hochzustehen. Das ist wirkliche Handwerkskunst!“
 
„Der Anzug sieht gar nicht kompliziert aus wegen des Leder-Überzugs“, verdeutlicht Rudd. „Eher wie ein alter Motorradkombi. Der Trick steckt im Detail, in dem, was unter der Außenschicht passiert und insbesondere in dem verdrahteten Rucksack. Das ganze Ding leuchtet und besteht aus Hunderten Einzelteilen, weshalb das Anziehen auch eine Weile dauert. Bei der halbstündigen Prozedur musste mir immer die Kostüm-Crew helfen.“
 
 
 
Wie passt der Ant-Man-Anzug in den Plot? „Das Clevere an dem Anzug ist die Schrumpf-Funktion“, erläutert Rudd. „Weder Scott noch Hank Pym haben selbst Superkräfte, sondern es sind die Pym Partikel, die Anzug und Helm wie bei einem Adersystem durchziehen. Hätte man bloß die Pym Partikel ohne den Anzug oder den Helm ergäbe das pures Chaos.“
 
Ant-Man besitzt scheinbar übermenschliche Kräfte, doch es geht nicht nur darum, die Kräfte eines Menschen in Ameisengröße zu bündeln. „Es ist nicht so, als wäre Ant-Man klein und besäße die Kraft eines normalgroßen Menschen“, verdeutlicht der Schauspieler. Seine Kraftübersteigt das bei Weitem, denn komprimierte Masse und Kraft erzeugen potenzierte Energie. Deshalb muss Scott erstmal lernen, seine Kraft als Ant-Man im Zaum zu halten. Schlägt er jemanden und achtet nicht auf seine Kraft, kann er ihn töten. Seine Kraft wirkt wie eine Gewehrkugel und sie zu dosieren erfordert eine Menge Arbeit.“
 
Seine Lehrmeisterin bei diesem Reifungsprozess ist Hank Pyms Tochter Hope van Dyne, gespielt von Evangeline Lilly. „Scott muss das Kämpfen lernen, deshalb wird er regelmäßig von Hope vermöbelt“, lacht Rudd. „Sie ist im Film definitiv die Härteste und Scott lernt jede Menge von ihr.“
 
„Evangeline ist ein sportliches Naturtalent“, schwärmt Rudd über die Kampfkunst seiner Kollegin. „Sie ist generell ziemlich tough und könnte das im Film Gezeigte in der Realität wahrscheinlich ziemlich gut umsetzen. Mir haben die Kampfszenen Spaß gemacht, denn es ist einfach lustig, so zu kämpfen. Ich habe dazu in meinen Filmen nicht oft Gelegenheit und genoss es deshalb umso mehr, zu trainieren, die Choreographie einzustudieren und an meinen Bewegungen zu arbeiten.“
 
Alle sin allem genoss Rudd die Marvel-Dreharbeiten, wie er verrät: „Alle, die für Marvel arbeiten, haben das Gefühl, dass dabei nur die Qualität des Films zählt. Dabei scheut man nicht vor kreativen Risiken zurück und probieren auch noch die scheinbar abstrusesten Ideen. Niemand hält sich zurück und wenn es einmal schiefgeht, dann ist es auch OK – man ist einfach mit vollem Enthusiasmus dabei. Und das macht die Arbeit an den Filmen wirklich großartig.“
 

Sie haben auch am Drehbuch mitgeschrieben. Wird der Film dadurch für Sie persönlicher?

 
Sobald man am Skript mitschreibt erhält man natürlich viel tiefere Einblicke in die Charaktere, denn man denkt ja über deren Motivation nach, ihre Charakter-Entwicklung und die Auswirkung verschiedener Aktionen auf die anderen Figuren. Heute verstehe ich die Zusammenhänge viel besser als damals, als ich für das Projekt zusagte und noch nicht am Skript beteiligt war.
 
Das Schreiben ist also eine Art Charakter-Recherche?
 
Ja, ich habe das Gefühlt, die Geschichte besser und zu kennen und einzelne Szenen in aller Tiefe zu verstehen. Nachdem Marvel gerne verschiedene Herangehensweisen ausprobiert, ist es gut, wenn die Basis stimmt, zumindest sehe ich das so. hier ist nichts in Stein gemeißelt. Man hat eine Vorgabe, von der man jedoch genauso gut abweichen kann.
 
Hat sie die organische Herangehensweise von Marvel überrascht?
 
Überrascht ist vielleicht nicht das richtige Wort. Ich habe schon früher viel mit Improvisation gearbeitet. Plötzlich kommen Zweifel auf oder verschiedene Story-Ideen und man wundert sich, woher das kam. Und das kam immer von er Dynamik am Set, von Produzent Kevin Feige oder dem Rest des Marvel-Teams, die ein ganzheitlicheres Bild im Kopf hatten als ich. Also habe ich einfach mitgemacht und geschaut, wohin die Reise ging. Üblicherweise macht man sowas bei Filmen mit kleinerem Budget – bei so einer großen Produktion kannte ich diese Arbeitsweise bislang nicht.
 

Sind die Effekte heutzutage so flexibel, dass man am Set etwas freier agieren kann?

 
Ja, ich denke das ähnelt etwa dem Synchronisieren eines Zeichentrickfilms oder einer anderen Produktion, wo man nicht die Figur nicht durchdringen kann. Alle, die für Marvel arbeiten, haben das Gefühl, dass dabei nur die Qualität des Films zählt. Dabei scheut man nicht vor kreativen Risiken zurück und probieren auch noch die scheinbar abstrusesten Ideen. Niemand hält sich zurück und wenn es einmal schiefgeht, dann ist es auch OK – man ist einfach mit vollem Enthusiasmus dabei. Und das macht die Arbeit an den Filmen wirklich großartig.
 

Macht sie die Erfolgsgeschichte der Marvel-Filme eher nervös oder selbstbewusst?

 
Ihre Hit-Liste ist zweifellos beeindruckend. Ich habe schnell gelernt, dass Kevin Feige wie ein verrückter Professor ist, genauso wie alle anderen im Marvel-Team. Das sind einfach absolute Fans. Sie lieben die Comics, wissen, was ihnen daran gefällt und was die anderen Comic-Freaks daran schätzen. Neben all der der Action und den Effekten liegen den Marvel-Filmemachern die Story und die Charaktere sehr am Herzen. Und deshalb funktionieren die Filme.
 
Wie haben sie auf die Nachricht reagiert, dass Michael Douglas die Rolle von Hank Pym übernimmt?
 
Seine Zusage hat mich ungemein gefreut. Ich habe in meiner Karriere schon mit einigen großen Namen zusammengearbeitet und Michael Douglas gehört zweifellos dazu. Er war in vielen fantastischen Filmen wirklich gut. Und allein die Vorstellung, ihn in dieser Rolle zu sehen, fand ich aufregend.
 
Wer ist Hope van Dyne?
 
Hope ist Hank Pym’s Tochter und wird von Evangeline Lilly gespielt. Sie arbeitet bei Pym Tech mit Darren Cross und ist sich mit ihrem Vater nicht grün. Hope musste in ihrem Leben jede Menge Wut und Enttäuschung wegstecken. Aber sie verfügt auch über einige beeindruckende Fähigkeiten. Hope macht viele neue Erfahrungen in diesem Film, darunter auch die, dass sie Scott eigentlich nicht mag und nicht versteht, warum er involviert ist. Sie fühlt sich von ihrem Vater missachtet und hat auch einige Verlusterfahrungen erleben müssen. Noch immer arbeitet sie in der Firma, die ihren Vater rausgeworfen hat und erkennt langsam, dass Darren Cross möglicherweise den Verstand verloren hat.
 
Es gibt eine Trainingsszene, in der es aussieht, als verprügle Hope ihre Figur Scott Lang. Was hat es damit auf sich?
 
Scott muss das Kämpfen lernen, um Ant-Man zu werden. Deshalb wird er regelmäßig von Hope vermöbelt. Sie ist im Film definitiv die Härteste von allen und Scott lernt jede Menge von ihr.
 

Haben die Kampfszenen mit Evangeline Lilly Spaß gemacht?

 
Evangeline ist ein sportliches Naturtalent. Sie ist generell ziemlich tough und könnte das im Film Gezeigte in der Realität wahrscheinlich ziemlich gut umsetzen. Mir haben die Kampfszenen Spaß gemacht, denn es ist einfach lustig, so zu kämpfen. Ich habe dazu in meinen Filmen nicht oft Gelegenheit und genoss es deshalb umso mehr, zu trainieren, die Choreographie einzustudieren und an meinen Bewegungen zu arbeiten.
 
Hat den Parkour ein Stunt-Double übernommen?
 
Ja, Colin Follenweider, ein wahres Naturwunder, das schon für den Cirque du Soleil gearbeitet hat. Zu Beginn drehten wir einige Motion Capture Einstellungen und ich musste schon nach 30 Minuten Flugrollen und Radschlagen eine Pause einlegen. Das ist unfassbar anstrengend. Colin dagegen fällt drei Stockwerke tief auf einen Metallbalken, macht einen Überschlag und das den ganzen Tag ohne sich zu beschweren.
 
Sie haben einige Szenen an Drähten gedreht. War das unbequem?
 
Nicht wirklich, das einzig Unangenehme ist das Geschirr. Das schneidet an Stellen ein, an denen man das nicht so gerne hat, aber es ist nicht allzu schlimm. Außerdem macht es Spaß, durch die Luft zu fliegen, in einem Haufen Kartons zu landen und gleich wieder hochgezogen zu werden. Oft habe ich mir beim Dreh vor Augen gehalten ‚Das ist mein Job. Man erwartet sowas von mir… ich darf so was tatsächlich den ganzen Tag lang machen!‘“
 
Erzählen Sie uns mehr über den Anzug!
 
Bevor ich den Anzug tragen konnte, musste ich einige Anproben durchstehen. Seine Komplexität täuscht. Nicht nur die Einzelteile, sondern die Funktion verschiedener Elemente, etwa die Art, wie sich die Schulter-Teile anheben, wenn ich meinen Arm nach oben bewege, ohne komisch hochzustehen. Das ist wirkliche Handwerkskunst! Die Körperhaltung änderte sich schon beim ersten Anprobieren. Ich konnte es kaum fassen, dass ich den Ant-Man-Anzug trug. Ich hatte das coole Gefühl, eine Menge Leute würde das auch gerne sehen und mitterleben. Trotzdem fühlte ich mich ein bisschen wie ein Eindringling, der etwas sieht, was er eigentlich nicht sehen sollte.
 
Wie funktioniert der Anzug mit den Pym Partikeln?
 
Das Clevere an dem Anzug ist die Schrumpf-Funktion. Weder Scott noch Hank Pym haben selbst Superkräfte, sondern es sind die Pym Partikel, die Anzug und Helm wie bei einem Adersystem durchziehen. Hätte man bloß die Pym Partikel ohne den Anzug oder den Helm ergäbe das pures Chaos.
 
Scott schrumpft, aber behält seine menschliche Kraft als Ant-Man?
 
Ant-Man besitzt scheinbar übermenschliche Kräfte, doch es geht nicht nur darum, die Kräfte eines Menschen in Ameisengröße zu bündeln. Es ist nicht so, als wäre Ant-Man klein und besäße die Kraft eines normalgroßen Menschen. Seine Kraftübersteigt das bei Weitem, denn komprimierte Masse und Kraft erzeugen potenzierte Energie. Deshalb muss Scott erstmal lernen, seine Kraft als Ant-Man im Zaum zu halten. Schlägt er jemanden und achtet nicht auf seine Kraft, kann er ihn töten. Seine Kraft wirkt wie eine Gewehrkugel und sie zu dosieren erfordert eine Menge Arbeit.
 
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