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Kritik: Jagdsaison

 
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Autor: Max Wrede
 
Nach JGA versucht man nun mit einer weiteren „Komödie“ in dieser Art zu punkten. Erneut mit Schenkelklopfer-Humor, der aus den Lebensumständen von frustrierten Frauen, die nur eins kennen, entsteht: Männer und Luxus! In der Hoffnung das Publikum möge gleichzeitig dieses Weltbild ENDLICH akzeptieren. Ob das gelingt?
 
Das Leben ist hart und grausam …
 
Hauptfigur des Films ist Eva, verkörpert von Rosalie Thomass. Bekannt unter anderem durch Filme wie EINE GANZ HEISSE NUMMER oder DIE KÄNGURU CHRONIKEN. Diesmal ist die Münchner Schauspielerin allerdings in einer frustrierten Rolle zu sehen. Denn nicht nur bei ihrem Arbeitgeber, dem Finanzamt, sondern auch im Privatleben läuft gar nichts rund.
 
Sie wurde nämlich von ihrem Mann für die schöne und erfolgreiche Bella (Almila Bagriacik) verlassen. Und tritt seitdem in ein Fettnäpfchen nach dem Anderen. Einziger Trost: Ihre beste Freundin Marlene (Marie Burchard). Allerdings versteht sich die auch noch blendend mit ihrer Kontrahentin Bella und hat sich nach endlosem Sex nach Stundenplan auf einen gewissen Peter (August Wittgenstein) eingelassen. Der sie kurzerhand zu einem Jagd-Luxus-Wochenende einlädt.
 
 
Und weil Bella gute Connections zu einem Wellness-Hotel in der Nähe besitzt, bucht sie für sich und Eva ebenfalls einen Trip dorthin, um gemeinsam auf andere Gedanken zu kommen und sich untereinander besser kennen zu lernen. Allerdings wird das gar nicht so einfach.
 
Das Dilemma mit den Drehbüchern …
 
Aron Lehmann bedient sich bei seiner Komödie aus bewährten Strickmustern von Filmen, die aus der Schmiede von Privatsendern stammen. Und welche gerne ein Frauenbild in die Welt setzen, das nüchtern betrachtet nur rein fiktional sein kann. Mit Protagonistinnen, die keine anderen Themen wie Männer, Mode und Luxus kennen. Sowie ohne das starke Geschlecht nicht überlebensfähig sind. Kein Wunder, denn JAGDSAISON wurde von eben einer solchen großen Sendergruppe co-produziert.
 
Am Drehbuch durften sich dabei die Darsteller:innen Lea Schmidbauer, Rosalie Thomass, sowie Regisseur Aron Lehmann versuchen. Ob das Endprodukt mit deren Humor übereinstimmt, wage ich allerdings zu bezweifeln. Denn letztendlich hat in so einem Fall immer ein Redakteur der Sendergruppe das letzte Wort.
 
Deshalb werden die Zuschauerinnen, ja, denn die Zielgruppe ist vorrangig das weibliche Publikum, bei diesem Film mit Intimgesprächen, Intim-Waxing, Sexualpraktiken und Beziehungsproblemen aus der Sicht von drei Frauen, welche in einer rosaroten Blase leben, konfrontiert. Alles natürlich schön in der luxuriösen Umgebung des mysteriösen Gönners. Und einer Situationskomik, die leider auch nicht hilft, um das Niveau zu retten.
 
01 ©2022 Tobis Film02 ©2022 Tobis Film03 ©2022 Tobis Film04 ©2022 Tobis Film
 
Niveau? Was ist das?!
 
Kostprobe gefällig? Ach ja SPOILER!: In einer Szene lassen sich die Frauen ihre Intimbehaarung stutzen, als plötzlich der 12jährige Sohn der „Friseurin“ ins Zimmer stürmt und die Szenerie beobachten darf. Und als die Frauen kurz das Zimmer verlassen, erhöht der kurzerhand die Temperatur des Heisswachses…lustig oder? Auch das daraufhin Fotografieren der angekokelten intimen Stelle, dessen Ergebnis dann natürlich aus Versehen beim Chef landet, soll komisch sein?
 
Rosalie Thomass, bekannt aus Filmen wie EINE GANZ HEISSE NUMMER, versucht dabei dennoch zu glänzen und kann streckenweise durchaus durch ihr natürliches Spiel punkten. Ebenso wie Marie Burchard und Almila Bagriacik, die ihre beste Freundin und neue Liebhaberin ihres Mannes spielen. Dadurch wirken diese Charaktere zumindest durch ihre Art glaubhaft.
 
Ach ja der Film hat von der Deutschen Film- und Medienbewertung das Prädikat BESONDERS WERTVOLL erhalten. Warum? Ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel…
 
Fazit
 
JAGDSAISON ist ein Film für einen Mädelsabend oder Junggesellenabschied unter Frauen. Weil nicht mehr ganz nüchtern kann man das Gezeigte durchaus ertragen. Männer sollten von einem gemeinsamen Kinobesuch allerdings Abstand nehmen. Denn das sorgt hinterher womöglich nur für Frust oder eine Depression. Die Story kann man im Grunde so zusammenfassen: Drei frustrierte Frauen in einer Luxusblase und ihr Männerproblem.
 
 
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