*** Conjuring 3: Im Bann des Teufels ***

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*** Conjuring 3: Im Bann des Teufels ***


 
dfdh kritik
 
Autor: Peter  Osteried
 
Schon letztes Jahr hätte CONJURING 3: IM BANN DES TEUFELS in die Kinos kommen sollen, die Corona-Krise sorgte jedoch für Verschiebungen. Während der Film in den USA Anfang Juni zeitgleich im Kino und auf dem Warner-eigenen Streaming-Dienst HBO Max anlief, gibt es in Deutschland einen properen Kinostart. Die Corona-Inzidenz-Zahlen dürften diesmal wohl keinen Strich durch die Rechnung machen.
 
Ein etwas anderer Film
 
Beim dritten Teil des 2013 gestarteten Franchises, das mit den Spin-offs zu ANNABELLE, THE NUN und LLORONAS FLUCH stark angewachsen ist und nun mit dem mittlerweile achten Titel aufwarten kann, ist vieles anders. Sowohl vor der Kamera, als auch inhaltlich. James Wan kehrte nicht als Regisseur zurück, sein Ersatz Michael Chaves ist jedoch handverlesen. Er hatte bereits LLORONAS FLUCH inszeniert und weist die Sensibilität in Sachen Horror auf, die Wan für das Projekt wünscht.
 
Inhaltlich beschreitet man mit dem dritten Teil neue Wege. Die ersten beiden Filme waren klassische Spukhaus-Geschichten, im dritten Teil geht es nun um einen Fall von Besessenheit, der weit größer aufgezogen ist – und sogar vor Gericht geht.
 
 
Ein Dämon vor Gericht
 
Die Dämonologen Ed und Lorraine Warren (Patrick Wilson und Vera Farmiga) helfen bei der Austreibung eines Dämons aus dem kleinen Jungen David Glatzel. Doch der Dämon will nicht so einfach weichen. Er wehrt sich, treibt Ed zum Herzinfarkt und wechselt dann von dem Jungen in den Körper von Arne Johnson, den Freund von Davids Schwester. Niemand hat das bemerkt, außer Ed. Doch der ist auch noch im Krankenhaus bewusstlos. Als er erwacht, warnt er sofort Lorraine, die die Polizei anruft – aber zu spät.
 
Denn der besessene Arne hat bereits einen Mann getötet. Man stellt ihn vor Gericht. Die Todesstrafe ist im Bereich des Möglichen. Die Verteidigung ist ungewöhnlich, denn man plädiert darauf, dass Arne wegen dämonischer Besessenheit unschuldig ist.
 
Aber um das zu untermauen, müssen die Warrens herausfinden, wer wirklich schuld ist. Weniger gruselig Während die ersten beiden Teile mit ihrer Intensität zu den eindrucksvollsten Horrorfilmen der letzten Jahre zählen, kommt CONJURING 3: IM BANN DES TEUFELS deutlich weicher daher. Was dem Film abgeht, ist ein Gefühl der Bedrohung, aus der sich nervenzerrende Spannung ergibt. Sicherlich hat er ein paar Jump Scares, aber die sind einfach nur billiger Budenzauber. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern geht diesem einfach das ab, was ein Streifen dieses Genres dringend nötig hätte: Szenen, die das Zeug haben, dem Publikum Schauer über den Rücken zu jagen.
 
01 ©2021 Warner Bros Pictures02 ©2021 Warner Bros Pictures04 ©2021 Warner Bros Pictures06 ©2021 Warner Bros Pictures
 
Der neue erzählerische Ansatz ist dafür gut und interessant, weil er die Warrens damit auch einmal anders zeigt, insbesondere Ed, der durch den Herzinfarkt deutlich gehandicapt ist. Der interessanteste Aspekt der Geschichte kommt aber nur nebensächlich vor: der Prozess. Eigentlich wäre es spannend gewesen, hier mehr zu sehen, aber das wäre natürlich auch nicht unbedingt der Stoff, der für Horror perfekt ist. Und aus den Conjuring-Filmen plötzlich ein Gerichtsdrama zu machen, hätte sich bei Warner Bros. wohl niemand getraut.
 
Alles in allem präsentiert sich der Film solide. Er hat einiges an Stimmung aufzufahren, die ein wenig wettmacht, dass der Film an echten Schauerszenen eher schlecht bestückt ist.
 
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Fazit
 
Der dritte Teil der Reihe geht neue Wege, die nicht unbedingt schlecht sind, die aber auch nicht gerade das Potenzial haben, den Zuschauer zu schocken. Es fehlen die richtigen Gruselszenen, die die beiden Vorgänger so effektiv gemacht haben. Dafür ist der Fall recht interessant, auch wenn der Film sich natürlich in Bezug auf die „wahren“ Ereignisse Freiheiten erlaubt und das Ganze sensationeller gestaltet. Zugleich vergisst man aber auch nicht, wo man herkommt, und bietet mit der Ankunft des Exorzisten am Anfang eine schöne Hommage an „Der Exorzist“.
 
Darüber hinaus wirkt der Film, der im Jahr 1981 spielt, wirklich, wie aus jenem Jahrzehnt, so wie zuvor die Vorgänger die Erzählkunst der 1970er Jahre recht gut emuliert haben. Ein solider Horrorfilm, der besser hätte sein können, aber zu gefallen weiß. Am Ende bekommt man noch Ausschnitte der Tonbänder des echten Exorzismus zu hören.
 
 
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