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Kritik: Practical Magic 2 - Zauberhafte Schwestern

 
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Autor: Max Wrede
 
Nach dem einigermaßen erfolgreichen Debütfilm PRACTICAL MAGIC aus dem Jahr 1998 lässt Warner Bros. Pictures die Owen-Schwestern erneut gegen die dunklen Mächte kämpfen. Ob wir uns darauf freuen können? 
 
Der Fluch ist ECHT!
 
Im Presseheft steht als Inhaltsangabe folgendes: „In "Practical Magic 2 – Zauberhafte Schwestern“ kehren Sandra Bullock und Nicole Kidman in eine Welt voller nächtlicher Eskapaden und mächtiger Ahnenmagie zurück.“
 
Die Story handelt aber im Grunde über das Schicksal von Antonia Owens (Maisie Williams), Sallys Tochter. Deren Freund (Xolo Maridueña) aufgrund eines Unfalls plötzlich im Koma liegt.
 
Beruhend auf einem Fluch, der über der Owen Familie lastet. Weshalb Sally daraufhin alles daransetzt, um diesen, natürlich im Alleingang zu brechen! Bullock und Kidman sind dabei nur Beiwerk, die ihre Tochter vor den dunklen Mächten auf dieser Reise beschützen möchten. Und weiter heißt es: „Ein fantastisches Kinospektakel voller Spaß, Magie und Chaos, das man einfach gesehen haben muss!“ Naja …
 
 
Fantasy OHNE Magie!
 
Nicole Kidman und Sandra Bullock sind beides Oscar-Preisträgerinnen. Welche in der Vergangenheit mit Hollywood-Größen wie Tom Cruise, Keanu Reeves und Brad Pitt zusammengearbeitet haben. Und standen eben 1998 gemeinsam für die Fantasy-Komödie „Practical Magic – Zeuberhafte Schwestern“ vor der Kamera. Weshalb wir jetzt, knapp 30 Jahre später, eine Fortsetzung über uns ergehen lassen müssen. Produziert von Nicole Kidman.
 
Soweit hört sich das zunächst nicht schlecht an, in der Erwartung auf ein Wiedersehen mit zwei der renommiertesten Schauspielerinnen in einem packenden Fantasyspektakel. So wie es Kinoplakat und Presseheft versprechen. Aber weit gefehlt! Denn davon ist dieser Film meilenwert entfernt!
 
Warum? Ganz einfach: Alles wurde von Susanne Bier eher als eine TV-Soap mit RomCom – Elementen inszeniert. Sowohl vom Colorgrading, als auch der Dramaturgie. Sowie Szenen, die bis auf eine Ausnahme in langweiligen, generischen Studiokulissen stattfindet.
 
Einem Metier in dem die Regisseurin bislang zwar zuhause gewesen, aber bei so einem Projekt völlig fehl am Platz ist. Dabei wird zudem andauernd geredet! Während des gesamten Films! Mit größtenteils sinnbefreitem Inhalt! Über Verflossene, Affären, unwichtiges aus dem Alltag und sogar Hamster. Es wird einfach geredet und geredet! Wie ein Wasserfall – in JEDER Szene!
 
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Wohl vorrangig um alles aus budgetgründen in die Länge zu ziehen. Mit Dialogen, die nicht wirklich zum Inhalt beizutragen. Angedachte Situationskomik geht deshalb komplett unter, weil man als Zuschauer irgendwann dem Ganzen nicht mehr folgen möchte. Und auf die Uhr schaut, wie lange das Gesamtkunstwerk noch andauert!
 
Zudem bekommen wir während der 130 Minuten nur schätzungsweise 15 Minuten insgesamt präsentiert, in denen Magie wirklich visuell stattfinden. Ansonsten erinnert gibt uns nur die musikalische Untermalung den Hinweis, dass gerade über irgendwas Magisches geredet wird.
 
Aber haut uns die Magie wenigstens beim unvermeidlichen Climax vom Hocker? Weit gefehlt! Denn auch dieser wurde nur als uninspieriertes, unspektakuläres Beiwerk inszeniert. In einer Burgruine, der einzigen Location, welche uns zumindest annährend an einen Fantasyfilm erinnert. Um danach nochmal 30 Minuten Herzschmerz, Romantik mit endlosen inhaltslosen Dialogen auszuhalten. Bis endlich der Abspann läuft.
 
… the Oscar goes to ...
 
Mit diesem Film haben sich Nicole Kidman und Sandra Bullock keinen wirklichen Gefallen getan. Auch wenn Bullock das aus ihrer Sicht anders sieht und in einem kürzlichen Interview angekündigt hat, dass sie sogar für einen dritten Teil zur Verfügung stehen würde.
 
Naja zumindest in einer Kategorie könnten Beide dafür sogar für einen Oscar nominiert werden: Seufzen! Die Leistungen der übrigen Schauspieler, wie u.a, Stockard Channing, Dianne Wiest und Lee Pace ist angepasst durchschnittlich. Was zu entschuldigen ist, weil das so im Drehbuch stand.
 
Fazit
 
Wer ein packendes Fantasyspektakel mit vielen bahnbrechenden Effekten erwartet, wird hier leider enttäuscht. Wer hingegen auf TV-Soaps mit viel Schmalz steht könnte womöglich auf seine Kosten kommen.
 
 
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