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>> Moritz Bleibtreu und Co.: Das Jüdische Filmfestival L.A. feiert den deutschen Film

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“Morris Blaibtroi”, so ganz einfach kommt den Amerikanern der Name des deutschen Schauspielers noch nicht über die Lippen. Bleibtreus Film “Es war einmal in Deutschland” feierte beim Jüdischen Filmfestival in Los Angeles seine Nordamerika-Premiere.
 
Die Weltpremiere feierte der Film auf der diesjährigen Berlinale. Die Tragik-Komödie erzählt, wie eine Gruppe Juden nach dem Zweiten Weltkrieg in Frankfurt einen Wäsche-Handel aufmacht, um mit dem Gewinn die Ausreise in die USA bezahlen zu können.
 
Gemischte Reaktionen in Los Angeles
 
Mark Ivanir, der neben Bleibtreu eine Hauptrolle spielt, war beim Jüdischen Filmfest in Los Angeles vor Ort, um ein bisschen mehr über das Werk zu erzählen. Der gebürtige Ukrainer, der unter anderem in der fünften Staffel von “Homeland” mitspielte, arbeitet regelmäßig in Deutschland. Er erinnerte sich noch gut an die Berliner Vorführung.
 
“Der Film wurde in einem großen Saal gezeigt, das war wirklich etwas Besonderes”, so der Schauspieler über den Moment im Friedrichstadt-Palast. “Die Deutschen haben viel gelacht während des Films. Zwar etwas unbehaglich, aber sie haben reagiert.”
 
In Los Angeles waren die Reaktionen gemischt, was auch damit zusammen hängen dürfte, dass ein Teil des Humors und der Wortspiele in den englischen Untertiteln verloren ging.
 
Die Leiterin des Jüdischen Filmfestivals, Hilary Helstein, hatte den Film wegen seiner ungewöhnlichen Geschichte ausgewählt. “Das Schicksal der Überlebenden, und die Frage, wie es ihnen nach dem Ende des Krieges geht, ist noch nie filmisch so beleuchtet worden”, so Helstein zu Fantasticmovies.
 
Emotionale Moment für die Schauspieler
 
Etwas ganz ähnlich sagte auch Moritz Bleibtreu bei der Pressekonferenz zum Film auf der Berlinale. Er sei durch die Dreharbeiten dazu angeregt worden, sich mehr mit der Situation der jüdischen Bevölkerung in Deutschland nach 1945 auseinanderzusetzen.
 
“Du lebst im Land der Täter, hast Mörder um dich rum, und selbst deine eigenen Leute verstehen nicht, dass du bleibst”, fasste Bleibtreu das Dilemma zusammen. Es sei pervers, so der Schauspieler, wie Hitler es geschafft habe, selbst nach seinem Tod Juden aus Deutschland zu vertreiben.
 
Für Mark Ivanir war seine Rolle eine Hommage an seine Eltern, Holocaust-Überlebende. “Die Perücke, die ich im Film trage, war nach einem Foto meines Vaters angefertigt”, so Ivanir bei seinem Gespräch mit Helstein. Das sei für ihn sehr emotional gewesen, wie der Schauspieler erklärte: “Ich sehe den Film als eine Art Abschiedsgruß an die Generation meiner Eltern.”
 
Moritz Bleibtreu ist aktuell in "Lommbock" zu sehen. Unsere Kritik und Red Carpet-Special dazu findet ihr hier.
 
 
Autorin: Claudia Oberst
 
 
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