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>> Bruno Ganz' letzter Film feiert seine Los Angeles Premiere


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"Der Trafikant": Bruno Ganz' letzter Film feiert seine Los Angeles Premiere auf dem Jüdischen Filmfestival
 
Es sollte seine letzte Rolle werden: Bruno Ganz (1941-2019) verkörperte in dem historischen Drama "Der Trafikant" den Psychoanalytiker Dr. Sigmund Freud. Der Schauspieler verstarb wenige Monate nach Erscheinen des Films an den Folgen seiner Krebserkrankung. Das LA Jewish Film Festival zeigt "Der Trafikant" als Hommage an Ganz, der sowohl im deutschsprachigen Raum als auch international große Erfolge feierte.
 
Sigmund Freud, der Zigarren-Liebhaber
 
"Der Trafikant" beruht auf dem gleichnamigen Roman von Robert Seethaler und vermischt Fiktion mit europäischer Geschichte. Der Streifen handelt von dem jungen Österreicher Franz Huchel (Simon Morzé), der 1937 sein Heimatdorf verlässt um in Wien eine Lehre in dem Tabakladen des Trafikanten Otto Trsnjek (Johannes Krisch) zu beginnen. Während historische Ereignisse ihre Schatten vorauswerfen und der Nationalsozialismus langsam aber stetig um sich greift, entdeckt Franz die Liebe, reift zum Mann, und formt eine ungewöhnliche Freundschaft mit Dr. Sigmund Freud, der als Zigarren-Liebhaber Stammkunde im Tabakladen ist.
 
Freud, wie Ganz ihn spielt, wird zu einer Art Vaterfigur für das Landei Franz. Die fiktive Freundschaft zwischen dem unbedarften jungen Mann und dem berühmten und von vielen aus der Ferne verehrten Professor lässt den Zuschauer tief in die Seelen der Figuren blicken. "Der Trafikant" braucht keine aufwenigen Spezialeffekte und kein großes Budget, um das Publikum in seinen Bann zu ziehen.
 
Erwachsen werden in Zeiten des Nationalsozialismus
 
"Unser Film ist sehr subjektiv aus der Sicht eines jungen Mannes erzählt. Das erlaubt uns, die damalige Zeit aus einem anderen Blickwinkel zu beleuchten", sagte Regisseur Nikolaus Leytner im Gespräch mit FantasticMovies. Die Beziehungen zwischen den drei Hauptfiguren treiben die Handlung voran und helfen Franz dabei, erwachsen zu werden. Während der Nationalsozialismus sich immer weiter in sein Leben frisst, findet der Jugendliche langsam aber sicher die Zivilcourage, die es ihm erlauben wird, den alles entscheidenden Schritt zu machen.
 
Bruno Ganz hat bis zuletzt die Schauspielerei genossen
 
Weil "Der Trafikant" der letzte Film von Bruno Ganz ist, gewinnt er dadurch unwillkürlich eine besondere Bedeutung. "Wir wussten am Set nicht, dass Bruno Ganz krank war. Ich bin mir sicher, dass er selbst nichts davon ahnte", sagte Leytner. Der Österreicher empfindet große Dankbarkeit für die Zusammenarbeit mit Ganz. "Es war eine schöne Arbeit mit ihm. Er war sehr ruhig, besonnen und bescheiden", erinnerte sich Leytner. Ganz habe sich intensiv auf die Rolle des berühmten Arztes vorbereitet, so der Regisseur und weiter: "Ich hätte den Film gern zusammen mit ihm angesehen, aber das war leider nicht mehr möglich."
 
  
 
Autorin: Claudia Oberst
 
 
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