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The Imitation Game: Kritik

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 Autor: Jonas Sticherling
 
Mit „The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben“ präsentiert uns Square One Entertainment einen fesselnden Thriller um das spannende Leben von Alan Turing, gespielt von Benedict Cumberbatch, und seinem Kampf um die Entschlüsselung des Nazi-Codes Enigma während des zweiten Weltkriegs.
 
Der Film beginnt sogleich mit dem Bewerbungsgespräch des jungen Mathematiker Alan Turing, der erst unlängst sein Studium an der renommierten Cambridge University abgeschlossen hat, der nun vor General Alastair Denniston steht und sich um eine Stelle in dessen Geheimprogramm bewirbt.
 
Turing wird wegen seines arrogantes und selbstgefälliges Verhalten von Denniston beinahe vor die Tür gesetzt. Doch als er Enigma, den legendären und angeblich unknackbaren Naziverschlüsselungscode erwähnt und angibt diesen knacken zu können, wird er von Denniston widerwillig in das Projektteam geholt.
 
Doch auch im Team eckt Turing an und sieht bald das Team und seine militärischen Vorgesetzten gegen sich. Einzig in der später dazustoßenden Mathematik-Studentin Joan Clarke findet Turing eine Verbündete und Freundin. Durch unkonventionelle Herangehensweisen und durch den Bau und die Zuhilfenahme von einer gewaltigen Maschine hofft Turing den Code zu knacken und so eine kriegsentscheidende Wendung herbeizuführen.
 
 
Zu der Geschichte nur soviel, da gerade diese, mit den zahlreichen Wendungen, die treibende Kraft des Filmes ist. Sowohl für Menschen, die Alan Turing als einen der Begründer des moderenen Computers sehen als auch (oder vielleicht gerade) für Menschen die die tragische Figur Turing nicht kennen, ist der Film eine Freude.
 
Das Drehbuch erzählt eine beeindruckende und berührende Geschichte und ist hierbei so spannend und gut getimt, dass es nicht umsonst lange auf der legendären „Black List“ Hollywoods war, jener legendären Liste von herausragenden Drehbüchern, die von den Top-Produzenten Hollywoods gehandelt werden. Glücklicherweise wurde dieses interessante Drehbuch in die Hände eines aufsteigenden Regietalent aus Norwegen zu überantworten.
 
Regisseur Morten Tyldum schafft hier ein brilliante Mischung aus Drama, Thriller und Biografie, die unter die Haut geht und die die fast zwei Stunden Lauflänge wie im Flug vergehen lassen, bis zuletzt fesseln und den Kinogänger am Ende mit eigenen Gedanken um Moral, Gesetz und Ehre zu entlassen.
 
So sind die tragischen Momente berührend und traurig, im nächsten Moment baut sich die Spannung ins scheinbar Unermessliche auf. Nicht zuletzt die interessante Konstellation aus kreativen Wissenschaftlern, ergebnisorientierten Militärs und intriganten Geheimdienstlern machen den Film zu einem intensiven Thriller mit nervenaufreibenden „Katz und Mausspiel“- Passagen.
 
Die vorallem der gewiefte MI6-Agent Menzies, grandios gespielt von Mark Strong, als Strippenzieher im Hintergrund beobachtet. Getragen wird der Film von seinem sehenswerten Cast angeführt von „Sherlock“-Star Benedict Cumberbatch als Alan Turing, der es schafft die Figur in allen Ihren Facetten glaubhaft zu porträtieren. Zur Seite stehen „Fluch der Karibik“-Star Keira Knightley, die als Joan Clarke überzeugt, sowie Matthew Goode und „Game of Thrones Fiesling“ Charles Dance.
 
Die Inszinierung und Kamera ist im Film stimmig und passend und bringt das nötige Tempo in den Film. Auch der Soundtrack überzeugt und setzt punktuell an und unterstreicht so die teils sehr dramatischen Wendepunkte. Auffällig ist, dass der Film, anders als in den Trailern zum Beispiel, beworben sich keine einzige Szene als Kriegsfilm mit blutigen Schockern und Explosionen versteht, sondern den Zuschauer in die Planspiele und die verzweifelten Versuche der Allierten entführt, den scheinbar aussichtslosen Krieg durch die Entschlüsselung von Enigma doch zu gewinnen.
 
Und es sind eben diese Szenen, in denen sich Wissenschaftler und Strategen aus Geheimdiensten und Armee, die von ihrem Schreibtisch aus den Krieg führen, und sich mit moralischen Dilemmas konfrontiert sehen, wo der Film seine Ansprüche auf große Preise, wie die näherkommenden Oscars, erhebt. Eben diese moralischen Konflikte sowie die zahlreichen, in verschiedenen Zeiten stattfinden Handlungsstränge, die am Ende zusammenführen, hinterlassen bei dem Zuschauer einen nachdenklichen, fast bitteren Nachgeschmack und regen zu Diskussionen und einer weitergehenden Auseinandersetzung mit dem Film an.
 
Die Inszinierung und Kamera ist im Film stimmig und passend und bringt das nötige Tempo in den Film. Auch der Soundtrack überzeugt und setzt punktuell an und unterstreicht so die teils sehr dramatischen Wendepunkte.
 
Auffällig ist, dass der Film, anders als in den Trailern zum Beispiel, beworben sich keine einzige Szene als Kriegsfilm mit blutigen Schockern und Explosionen versteht, sondern den Zuschauer in die Planspiele und die verzweifelten Versuche der Allierten entführt, den scheinbar aussichtslosen Krieg durch die Entschlüsselung von Enigma doch zu gewinnen.
 
Und es sind eben diese Szenen, in denen sich Wissenschaftler und Strategen aus Geheimdiensten und Armee, die von ihrem Schreibtisch aus den Krieg führen, und sich mit moralischen Dilemmas konfrontiert sehen, wo der Film seine Ansprüche auf große Preise, wie die näherkommenden Oscars, erhebt. Eben diese moralischen Konflikte sowie die zahlreichen, in verschiedenen Zeiten stattfinden Handlungsstränge, die am Ende zusammenführen, hinterlassen bei dem Zuschauer einen nachdenklichen, fast bitteren Nachgeschmack und regen zu Diskussionen und einer weitergehenden Auseinandersetzung mit dem Film an.
 
Zusammenfassend kann man zu „The Imitation Game“ sagen: Ein fesselndes Drehbuch, schöne Bilder und ein brillianter Cast machen diesen Film zu einem der Top-Erlebnisse der letzteren Zeit und auch zu einem aussichtsreichen Kandidaten auf einen oder mehrere Oscars.
 
Für alle Fans von Thrillern, Dramen und Biografien ist er jedenfalls Pflicht und auch für alle anderen eine perfekte Empfehlung.
 
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