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Fünf Freunde 4: Kritik

 
 
ff4 kritik
 
 Autorin: Simone Michel
 
Nachdem die ersten drei Teile bereits Millionen Zuschauer ins Kino gelockt haben, präsentiert Constantin Film nun den spannenden Abenteuerfilm „Fünf Freunde 4“, der sich dieses Mal der geheimnisvollen Welt ägyptischer Pharaonen widmet.
 
Basierend auf den Kinderbüchern der populären britischen Autorin Enid Blyton, erleben die fünf Freunde Julian (Quirin Oettl), Dick (Justus Schlingensiepen), Anne (Neele Marie Nickel), George (Valeria Eisenbart) und Timmy der Hund (Bobby) in „Fünf Freunde 4“ erneut ein aufregendes Abenteuer.
 
Alles beginnt mit einer mysteriösen Gestalt in einer Kutte. In der von Bernhard Kirrin (Samuel Finzi) – dem Vater von Anne, Dick und Julian – organisierten Ausstellung zum alten Ägypten, macht sich der Unbekannte an einer Mumie zu schaffen und wird dabei von den Freunden überrascht. Nach dessen abrupter Flucht entdecken die Kinder den Grund für sein Eindringen: In der Mumie verbirgt sich ein altes Goldamulett, das einst dem reichen Pharao Tutalun I. gehörte.
 
Die Fünf machen sich daraufhin mit Bernhard und seiner Assistentin Elena (Lucie Heinze) auf die Reise ins ferne Kairo, wo sie dem Leiter des Instituts für Altertum, Farouk (Mehmet Kurtulus), den Fund präsentieren. Laut diesem stellt es eines von zwei weiteren Amuletten dar, von denen sich das erste in einer Mumie des ägyptischen Instituts verbirgt und sich das letzte im Besitz des Millionärs Harold Bings (Harald Glööckler) befindet.

 
Hier nimmt das Abenteuer seinen Lauf: Kurz darauf wird Bernhard niedergeschlagen und die Amulette verschwinden. Er wird des Diebstahls beschuldigt und kurzer Hand festgenommen. Um seine Unschuld zu beweisen machen sich die fünf Freunde auf die Suche nach den Amuletten. Dabei erhalten sie Hilfe von dem Straßenjungen Auni (Omid Memar). Es stellt sich heraus, dass ein unheimlicher Geheimbund hinter dem Diebstahl steckt, der ebenfalls bereits auf die Freunde aufmerksam geworden ist…
 
Die fünf Freunde werden langsam erwachsen, wie es sich in einigen Aspekten dieses Teils andeutet. So zum Beispiel, wenn Julian und Dick offensichtlich die hübsche Elena anhimmeln oder Auni ein auffälliges Interesse an George zeigt. Doch auch an ihren Gegnern erkennt man eine derartige Entwicklung. Diese sind in „Fünf Freunde 4“ alles andere als zimperlich und trachten den Freunden nach ihrem Leben. Natürlich bleiben die brenzligen Situationen für die kleinen Zuschauer angemessen dargestellt, auch wenn diese vor Spannung manchmal laut nach Luft schnappen müssen.
 
Zusätzlich gibt es aber auch einige lustige Szenen, für welche vor allem die Figuren des Straßenjungen Auni und Bernhards Pflichtverteidiger Ramsi (Adnan Maral) sorgen. Während der eine durch seine freche Art auffällt, besticht der andere durch seine maßgebliche Faulheit und Ahnungslosigkeit.
 
An dieser Stelle ein Lob an den Cast des Films, denn die Besetzung ist sehr gut gewählt. Insbesondere die erwachsenen Zuschauer werden dabei wahrscheinlich erneut Nebencharaktere aus verschiedenen TV- und Film-Produktionen wiedererkennen. So zum Beispiel Samuel Finzi, welcher einigen neben seiner Rolle des liebevollen Vaters Bernhard in diesem Film, vor allem als Protagonist der Krimiserie „Flemming“ sowie als Tristan im ersten und zweiten Teil des Schweiger-Films „Kokowääh“ bekannt sein dürfte.
 
Als Farouk ist außerdem der Schauspieler Mehmet Kurtulus in „Fünf Freunde 4“ in seinem ersten Kinderfilm zu sehen. Dieser wirkte neben verschiedenen Filmen von Fatih Akin, bereits in großen internationalen Kinoproduktionen mit. Seine Rolle als geheimnisvoller Direktor Farouk verkörpert er sehr überzeugend.
 
Der berühmte Modezar Harald Glööckler ist hingegen das erste Mal auf einer Kinoleinwand zu sehen, wenn auch nur sehr kurz. Die Rolle des exzentrischen Millionärs Bings scheint ihm aber wie auf den Leib geschrieben zu sein.
 
An dieser Stelle ist selbstverständlich auch die überzeugende Leistung der Jung-Schauspieler zu erwähnen, welche schließlich die Helden des Films bilden. Wer die Bücher von Enid Blyton sowie die Hörspiele zu „Fünf Freunde“ kennt, dem wird es vermutlich wie mir ergehen und die Charaktere daraus im Film gut wiedererkennen können. Die Figuren darin kommen meinen Vorstellungen der fünf Freunde jedenfalls sehr nahe.
 
Zuletzt auch ein Lob an Bobby und seinen Trainer. Der junge Australian Sheperd spielt die Rolle des Timmy auch bei großer Hitze noch perfekt.
 
Zudem sind die Drehorte und Kulissen sehr eindrucksvoll und können sich mit internationalen Kinoproduktionen durchaus messen. Zwar handelt es sich dabei nicht wirklich um ägyptische Schauplätze, sondern um Sets in Tunesien, doch diese wirken geradezu originalgetreu.
 
Hervorragend gestaltet erscheinen hierbei insbesondere der ägyptische Markt und das Pharaonengrab. Aber auch die Szene, die in der Wüste spielt, in der die Freunde sich in bunter Beduinen-Bekleidung auf Kamelen fortbewegen, wurde visuell sehr ansprechend umgesetzt.
 
„Fünf Freunde 4“ bietet eine spannende Geschichte im Zeichen ägyptischer Mythen samt einem überzeugenden Cast und jungen Hauptcharakteren, die sich deutlich weiterentwickelt haben. Obwohl es sich um den vierten Teil handelt, steht der Film aber für sich, so dass er problemlos zu verstehen ist, auch wenn den Zuschauern die weiteren drei Teile unbekannt sein sollten.
 
Der Film eignet sich speziell für die kleinen Zuschauer ausgezeichnet. Ein Familienausflug ins Kino zu „Fünf Freunde 4“ lohnt sich also allemal.
 
 
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